Einen Streit um die besten Sitzplätze soll es bei der konstituierenden Sitzung des Landtags am Montag jedenfalls nicht geben. Die Sitzplatzverteilung unter den Abgeordneten wird erstmals „einvernehmlich geregelt“ – so sieht es die neue Geschäftsordnung vor. Wie läuft das ab?<BR /><BR />Zu jenen, die es 2018 besonders eilig hatten, einen guten Platz zu ergattern, zählt Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit). Er rechtfertigt sich damit, dass SVP-Abgeordnete früher „sogar einen Tag vor der konstituierenden Sitzung bereits mit einem Schal oder einer Jacke ihren gewünschten Platz besetzt haben – wie die Deutschen auf Mallorca.“<BR /><BR />Sven Knoll wird sich auch diesmal um einen guten Platz für seine Bewegung bemühen: „Wir würden gerne wieder in der Mitte sitzen – oder in der Nähe der Mitte“, kündigt er an. Am Rand, wo ständig die Tür auf- und zugehe, sei es unangenehm. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="961657_image" /></div> <BR /><BR />Für Sepp Noggler (SVP) ist hingegen klar: Die begehrteste Reihe ist die erste, denn bei Fernsehaufnahmen oder auch Pressefotos seien die Abgeordneten der 1. Reihe sicher im Bilde, jene ganz hinten hätten das Nachsehen. Deshalb gebe es den Run auf die vorderen Plätze.<BR /><BR /> Brigitte Foppa (Grüne) berichtet, dass Knoll 2018 sogar „die Schultasche auf die Bank geworfen hat, um schnell einen Platz zu besetzen“. Auch Alessandro Urzí sei „reingestürmt“. Der Landtag habe sich „damit zum Gespött gemacht“, deshalb habe sie vorgeschlagen, die Geschäftsordnung zu ändern und die Sitzverteilung vorab zu regeln. <h3> Ein besonderes Treffen</h3>Die neue Geschäftsordnung sieht vor, dass sich am Montag vor der ersten Sitzung jene Abgeordneten treffen, die bei ihren Listen am meisten Vorzugsstimmen erhalten haben: Dazu zählen Arno Kompatscher (SVP), Paul Köllensperger (Team K), Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit), Brigitte Foppa (Grüne), Marco Galateo (FdI), Jürgen Wirth Anderlan (JWA), Ulli Mair (Freiheitliche), Sandro Repetto (PD), Thomas Widmann (Für Südtirol mit Widmann), Christian Bianchi (Lega), Angelo Gennaccaro (La Civica) und Renate Holzeisen (Vita). <BR /><BR />Sollte kein Einvernehmen über die Sitzplatzverteilung erzielt werden, so wird nach der Stärke der gewählten Listen vorgegangen – und damit wird allgemein gerechnet. Ulli Mair geht davon aus, dass die Sitzverteilung am Montag „sportlich und rasch über die Bühne gehen wird“.<BR /><BR /><BR />