Mittwoch, 29. April 2020

Wer will mich? Italien sucht neue Heimat für M49

Die italienische Regierung sucht nach einem europäischen Land, das bereit sei, den am Dienstag im Trentino eingefangenen Problembären aufzunehmen. Damit könne man dem Tier mit der Bezeichnung „M49“ das Leben retten.

Umweltminister Costa will für „M49“ eine neue Heimat finden.
Umweltminister Costa will für „M49“ eine neue Heimat finden. - Foto: © Provinz Trient
„Ich bemühe mich, um auf allen Wegen eine neue Heimat für den Bären 'M49' zu finden. Wir haben Kontakte zu europäischen Naturschutzparks und zu Ländern aufgenommen, in denen der Bär ohne Gefahren leben könnte. Unser Ziel ist, diesem Bären, den wir lieben, die beste Lösung zu sichern“, schrieb der italienische Umweltminister Sergio Costa in einer am Mittwoch veröffentlichten Presseaussendung.

Costa versicherte, dass der Bär in guter Verfassung sei. „Ich habe mich seit Anfang an eingeschaltet, damit das Tier nicht getötet wird. Die Gefangenschaft ist keine Lösung. Doch das letzte Wort hat die autonome Provinz Trient. Es freut mich nicht, dass 'M49' seine Freiheit verloren hat. Er hat nie Menschen angegriffen. Wir wollen, dass er gut behandelt wird“, so der Umweltminister.

Italiens meistgesuchter Problembär ist nach neunmonatiger Flucht im Trentino in eine Rohrfalle der Förster geraten und konnte am Dienstagabend eingefangen werden. Das Tier, das auf Anordnung des Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti abgeschossen hätte werden sollen, wurde in den Bergen oberhalb von Tione gefasst und wurde in das Tierpflegezentrum Casteller gebracht. Später soll er dort einen Platz im Wildtiergehege finden.

apa/zor