Der aktuelle Bozner Vizebürgermeister wechselt wohl in den Landtag. Für die Bozner SVP bedeutet dies: Das Amt muss nachbesetzt werden. Wer folgen soll, ist derzeit noch das große Rätsel, ebenfalls ist nach wie vor offen ist die Frage, wer in den Stadtrat nachrückt. <BR /><BR /><BR /><BR />Auch nach dem Sonntag ist Magdalena Perwanger die Begeisterung für die Politik nicht abhanden gekommen: „Ich bin sehr stolz auf mein Ergebnis, auch wenn es dieses Mal nicht geklappt hat“, sagt die in Bozen aufgewachsene SVPlerin. Mit 5462 Stimmen verpasst sie den Einzug in den Landtag nur knapp. <BR /><BR />Einer externen Berufung in den Bozner Stadtrat wäre sie nicht abgeneigt, um eben genau die Ziele umzusetzen, für die sie sich im Wahlkampf eingesetzt hat „und die bei den Bürgern auch angekommen sind.“ Zwar wohnt Perwanger mittlerweile im Überetsch, ist aber in Bozen verwurzelt und arbeitet dort in ihrer Kanzlei. Erfahrung in der Urbanistik bringe sie mit, sagt <b>Magdalena Perwanger,</b> zumal sie in der Verwaltungsrechtskanzlei PMAB gearbeitet hat und Sachverständige in der Gemeindekommission für Raum und Landwirtschaft in Kaltern ist. „Jetzt liegt der Ball aber natürlich bei der Stadt-SVP“, weiß die 35-Jährige.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="956506_image" /></div> <BR /><BR />Die Bozner SVP scheint derzeit jedoch eher zu einer internen Lösung zu tendieren und zudem ist zu bedenken, dass mit <b>Johanna Ramoser</b> bereits eine Frau im Stadtrat sitzt. Will die SVP den Geschlechterausgleich wahren, müsste ein Mann in den Stadtrat einziehen. <BR /><BR />Das Nachrücken eines gewählten SVP-Vertreters aus dem Gemeinderat bleibt derzeit also weiterhin die wahrscheinlichste Lösung. Und derer gibt es einige: Allen voran <b>Stephan Konder</b>, der mit 817 Stimmen bei den Gemeinderatswahlen gleich nach Johanna Ramoser gereiht war. Er bringt auch bereits Erfahrung mit, da er bis 2020 Stadtrat für Wirtschaft und Tourismus war. <BR /><BR />Für ihn als Walcher-Nachfolger sprechen sich innerhalb der SVP viele aus, angefangen von Stadträtin Ramoser selbst. „Ich glaube, dass wir eine interne Lösung wählen sollten, also einen Gewählten, der von der Bevölkerung legitimiert ist“, sagt Ramoser. Ob sie selbst das Vizebürgermeister(innen)amt übernehmen würde, schließt die Stadträtin nicht aus, überlässt die Entscheidung jedoch der Partei. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="956509_image" /></div> <BR /><BR />Diese wird sich am 6. November erstmals im Koordinierungsausschuss mit dem Thema beschäftigen. Gemeinderat Stephan Konder selbst steht jedenfalls „zur Verfügung“. „Wichtig ist mir, dass die Lösung gefunden wird, die für die SVP die Beste ist“, betont Konder. Die Entscheidung werde der Koordinierungsausschuss treffen. Jedenfalls könnte mit Konder wieder der Ausgleich zwischen den Strömungen hergestellt werden, der seit 2020 verloren gegangen ist, als mit Ramoser und Walcher 2 Bauernvertreter im Stadtrat saßen. Konder gehört dem bürgerlichen Lager an. <BR /><BR />Auch SVP-Fraktionssprecher <b>Christoph Buratti</b> sieht eine interne Lösung derzeit als am sinnvollsten an. „Auch weil es in eineinhalb Jahren ja schon wieder Gemeinderatswahlen gibt und wir uns Gedanken machen müssen, wer den Gemeinderatswahlkampf führt.“ Auch er stehe als Stadtrat zur Verfügung, „genauso wie die anderen Gewählten wohl auch“, doch ausschlaggebend sei, was die Partei als Ganzes entscheide. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="956512_image" /></div> <BR /><BR />Bei den Ortsobleuten sieht es ähnlich aus. <b>Paula Aspmair</b>, die Ortsobfrau von Bozen-Dorf, sieht das Duo „Ramoser – Konder“ am Ruder. Die beiden sollten auch miteinander vereinbaren, wer die Rolle des Vizebürgermeisters(-meisterin) übernimmt. „Wichtig ist, dass die SVP gute Arbeit leistet und die Streitigkeiten außen vor bleiben“, findet Aspmair. Die SVP müsse gerüstet in den nächsten Wahlkampf gehen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="956515_image" /></div> <BR /><b><BR />Sylvia Hofer</b>, die Ortsobfrau von Zwölfmalgreien, sagt ganz klar, dass ein neuer Kandidat derzeit nicht in Frage käme. „Nachrücken sollte entweder ein Gewählter oder aber jemand, der die Abläufe kennt“, wünscht sich Hofer. <BR /><BR />Konkret spricht sie Ex-Vizebürgermeister Oswald Ellecosta an, der als Übergangs-Vizebürgermeister bis zu den nächsten Wahlen einspringen könnte. Mit seiner pragmatischen und integeren Art könne er die Zeit bis zu den Neuwahlen im Frühling 2025 gut überbrücken. Anderenfalls sieht auch Hofer gute Karten für Konder, der bei der letzten Wahl überzeugt habe.<BR />