Mittwoch, 30. März 2022

Thomas Widmann: Der Ball liegt nun beim Landeshauptmann

Nachdem Landeshauptmann Arno Kompatscher seinem Gesundheitslandesrat Thomas Widmann am Montag die Kompetenzen entzogen hat, war von ihm kein Statement mehr zu lesen. Das hat sich nun geändert. Bei einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag sagt Widmann: „Ich bleibe im Landtag.“

Thomas Widmann bei der Pressekonferenz. Zur Veröffentlichung der Abhörungen sagt er: „Wenn das zum Standard wird, sind wir auf dem Weg in die Barbarei.“

Landeshauptmann Arno Kompatscher habe alle Abhörprotokolle gekannt, „aber nichts für die Klärung getan“, sagt Thomas Widmann. „Der Landeshauptmann hat ein persönliches Problem mit mir.“

Die aufgezeichneten Telefonate, die im Zuge der Abhör-Affäre an die Öffentlichkeit gelangt sind, seien „unschön“ gewesen, „hatten aber nichts mit der Sache an sich zu tun.“ Widmann habe sich bereits vor Erscheinen des Buches beim Landeshauptmann dafür entschuldigt.

„Die Abhörungen hätten nie veröffentlicht werden dürfen“, sagt Thomas Widmann. „Wenn das zum Standard wird, sind wir auf dem Weg in die Barbarei.“

Im Zuge der Abhör-Affäre hat Landeshauptmann Arno Kompatscher Thomas Widmann die Kompetenzen als Gesundheitslandesrat entzogen.
Landesrat ist Widmann aber trotzdem noch, zumindest Landesrat ohne Portefeuille. Widmann sagt: „Der Ball liegt nun beim Landeshauptmann.“ Widmann nahm am Dienstag noch an der Sitzung der Landesregierung teil.

Klar ist auch, Widmanns Sanität will keiner erben. Sie könnte am Landeshauptmann kleben bleiben, der sich angeblich mit einem Sonderbeauftragten aus dem Schlamassel retten will.

Im Landtag kann er als einfacher Mandatar die 1,5 Jahre bis zur Landtagswahl verbringen. Widmann gilt als Stratege und sei als Abgeordneter freier als jetzt, heißt es – auch um mit der Opposition zu stimmen oder gar neuer Fraktionssprecher zu werden.

Alle Berichte zur Abhör-Affäre lesen Sie hier.

stol

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