<b>von Julia Tröger</b><BR /><BR />Ganz schick angezogen, aber auch mit einem leicht nervösen Gefühl im Bauch haben wir am Donnerstag, dem wichtigsten Tag unserer Woche, den Saal des Bayerischen Landtags beschritten. An dem Tag haben wir nämlich unsere Generalversammlung abgehalten, in der wir die Arbeit der vergangenen Tage präsentieren durften. <BR /><BR />Ilse Aigner, die Präsidentin des Bayerischen Landtags, hat uns die große Ehre erwiesen, die Generalversammlung zu eröffnen. In ihrer Eröffnungsrede hat sie klargemacht, dass Demokratie nicht als etwas Selbstverständliches hingenommen werden darf und dass es daher so wichtig ist, dass Jugendliche sich politisch engagieren. <BR /><BR />Danach übernahmen unsere 4 YPAC-Präsidenten die Leitung der insgesamt 6-stündigen Versammlung. Es wurden nacheinander alle 12 Forderungen, die wir in Gruppen erarbeitet hatten, präsentiert, und natürlich durften auch Fragen gestellt und Kritik geäußert werden. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1142442_image" /></div> <BR /><BR />Zu sehen, wie die Jugendlichen debattiert haben und mit welcher Passion sie sich für ihre Ideen eingesetzt haben, war wirklich beeindruckend. Spätestens in diesem Moment war klar, dass das hier mehr war als nur eine Landtagssimulation. Es waren echte Forderungen, die wir ausgearbeitet haben und die von der Politik wirklich umgesetzt werden können. Am Ende kam es dann zur Wahl, und wir haben die Forderungen gewählt, die wir für die besten gehalten haben.<h3>Vorstellung im Landtag</h3>Insgesamt sind dadurch dann 5 Resolutionen entstanden, und wir freuen uns jetzt schon darauf, diese schon bald im Gemeinderat von Meran und im Südtiroler Landtag in Bozen vorstellen zu dürfen. Mein ganz persönliches Highlight der Woche war es, mich im Landtag umzusehen und ein Parlament zu sehen, das voll mit jungen, motivierten und engagierten Leuten war. Ein Parlament ist eines der wichtigsten Symbole unserer Demokratie, und zu sehen, dass Demokratie von jungen Menschen ausgelebt wird, war wirklich schön. Dieses Bild werde ich sicher nie vergessen. Neben dem ganzen neuen Wissen, den Fähigkeiten und den Kompetenzen, die wir uns während der Woche aneignen konnten, kamen aber auch der Spaß und soziale Kontakt mit den anderen motivierten Jugendlichen aus dem Alpenraum nicht zu kurz. <BR /><BR />In den zahlreichen Kaffeepausen – die wir aufgrund der ausführlichen Agenda dringend benötigten – und den außerordentlichen Aktivitäten, die wir gemeinsam unternommen haben, hatten wir auch die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen und sogar einige Freundschaften zu knüpfen.<h3> „Brauchen ein starkes und vereintes Europa“</h3>Gerade durch die letzten einschneidenden politischen Ereignisse, die in der Welt geschehen sind, brauchen wir ein starkes und vereintes Europa – wahrscheinlich ist das gerade wichtiger denn je. Trotzdem hat es so oft den Anschein, dass Europa sich mehr und mehr entfremdet und sich Länder immer mehr voneinander abschotten. Nicht aber bei YPAC, hier war nämlich genau das Gegenteil der Fall. Hier waren wir nicht Deutsche, Österreicher, Schweizer, Liechtensteiner, Franzosen, Slowenen oder Italiener; hier waren wir europäische Jugendliche, die grenzüberschreitend zusammengearbeitet haben und Kompromisse eingegangen sind, um schlussendlich Lösungen für alle zu finden. In dieser Woche ist uns auch klar geworden, dass uns mehr verbindet, als uns trennt. Zwar haben wir des Öfteren unterschiedliche Vorstellungen, andere Wünsche und andere Möglichkeiten, jedoch haben wir alle das gleiche Ziel: Wir wollen etwas verändern, um die Zukunft mitzugestalten, denn die Zukunft gehört uns.