Freitag, 12. März 2021

Wie geht es weiter? Landesregierung informiert über Corona-Lage

Zu Beginn der Landtagssitzung am heutigen Freitag informierte die Südtiroler Landesregierung den Landtag über den Stand der Dinge in Sachen Corona-Lage. Welche Regelungen ab Montag gelten sollen, stehe aber – Stand Freitagmittag – immer noch nicht fest.

Wie lange dauert der Lockdown noch an?
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Wie lange dauert der Lockdown noch an? - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Die Staat-Regionen-Konferenz sei derzeit noch im Gange, berichtete Landeshauptmann Arno Kompatscher, es sei angekündigt worden, dass das Dekret des Ministerpräsidenten bis 6. April wirksam sein werde.

Der RT-Wert sei in den Regionen in Italien zuletzt stark gestiegen, die Inzidenz auch. Dies werde auf die nunmehrige Dominanz der englischen Variante zurückgeführt, die zu schnelleren Krankheitsverläufen führen werde. Es gehe nun laut Regierung darum, mit den Impfungen rasch voranzukommen. Nun werde der neue Impfstoff von Johnson und Johnson zugelassen.

Verstärkte Vorsicht

In den nächsten Wochen werde man jedenfalls noch verstärkt vorsichtig sein müssen, daher würden alle Regionen außer Sardinien auf orange und jene mit Inzidenz über 250 auf Rot gestellt. Südtirol habe einen RT von 0,6, aber eine Inzidenz von 244. Bei gehäufter Präsenz besonderer Varianten würden spezifische Maßnahmen getroffen, in Absprache mit dem Gesundheitsministerium. Man könne aber noch nicht sagen, was ab Montag gelten werde.

Druck auf die Krankenhäuser weiter hoch

Der Druck auf die Krankenhäuser sei weiter hoch, daher könne man noch keine Entwarnung geben. Die Gesamtsituation in Südtirol gehe in Richtung Entlastung, berichtete Landesrat Thomas Widmann, man habe in den Intensivstationen einen leichten Abwärtstrend, wenngleich der Gesamtstand (mit und ohne Covid) von 66 sehr hoch sei.

Bei noch mehr Patienten würden die Krankenhäuser nur mehr die Notversorgung gewährleisten können. Die Tests bei Ein- und Ausreisen aus bestimmten Gemeinden seien hilfreich gewesen, um die Verbreitung neuer Varianten in Grenzen zu halten. Aus seiner Sicht könne der Gesundheitsbetrieb noch keine Entwarnung geben, vor allem wegen des schnelleren Verlaufs der Varianten. Widmann bat um Verständnis, wenn man noch zwei drei Wochen Vorsicht walten lassen müsse.

AstraZeneca: Keine schlimmen Nebenwirkungen in Südtirol

Zum Impfstoff von AstraZeneca berichtete Widmann, dass die Charge, die in Dänemark zum Stopp geführt habe, in Südtirol nicht angeliefert worden ist. Eine andere Charge, die derzeit in Süditalien Fragen aufgeworfen habe, sei auch in Südtirol verwendet worden, habe aber keine schlimmen Nebenwirkungen gezeigt.

Der Tod eines Zahnarztes in Brixen stehe damit nicht in Zusammenhang, dieser habe einen Ictus erlitten und sei nicht mit AstraZeneca geimpft worden. Österreich impfe weiter mit AstraZeneca, während die Pharma-Zulassungsbehörde AIFA am Nachmittag für Italien entscheiden werde.

ansa/stol

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