Dort entrichten 2.397 Personen nur die Mindestmiete von 120 Euro – die allermeisten davon sind Südtiroler. Eine Frau mit Kind ist nach Sterzing übersiedelt; die Obervinschger Gemeinden haben Wohnungen gefunden. „Ich bestreite die Wohnungsnot nicht, aber die Bemühungen sind groß und schrittweise wird es in vielen Gemeinden klappen“, sagt Pamer. <BR /><BR />Integration funktioniere in kleiner Gemeinschaft besser als in Hotels in Bozen, wo Frauen und Kinder, aber nicht deren Männer sein dürfen und die morgens zu verlassen sind. Die Kosten für die Hotels belaufen sich auf zwei Mio. Euro. „Ich bin sicher, dass es mit dem Wohn- und Integrationsprojekt am Ende weniger sein wird“, so Pamer.<BR /><BR />Die Kosten für das Anmieten der Wohnungen werden den Gemeinden vom Land über die Gemeindefinanzierung abgegolten. „Gratis“ erhalten sie die Flüchtlinge aber nicht. „Die Vorgabe der Landesregierung war, sich am sozialen Mietzins zu orientieren, der auch beim WOBI gilt“, so Pamer. Für einen Drei-Personen-Haushalt entrichten die Migranten mindestens 120 Euro (beim WOBI tun dies 2.397 Mieter) und maximal 504 Euro. Für jede weitere Person fallen 40 Euro an. Für Wohnnebenkosten ist selbst aufzukommen. Sollte jemand die 120 Euro nicht aufbringen, hat er Anrecht auf finanzielle Sozialhilfe. „Wie jeder andere in Südtirol“, so Pamer.<h3> Personalnot im Pustertal</h3>Betreut werden die Familien von den Bezirksgemeinschaften. Die sozialpädagogische Grundbetreuung unterstützt pro Jahr 12.000 Menschen in schwierigen Situationen: 1.500 Migranten und über 10.000 Südtiroler. Jetzt muss das System für 300 Hilfsbedürftige erweitert werden. Mehr Personal braucht es nicht überall, aber sicher im Pustertal.<BR /><BR />Ziel des auf zwei Jahre angelegten Projektes ist es, die Menschen so schnell wie möglich in Arbeit zu bringen. Sie verpflichten sich schriftlich zu Sprachkursen, Kulturvermittlung, aktiver Mitarbeit bei Jobsuche und Integration über Angebote von Vereinen und Schulen.