„Dass unsere Fußballer aber während des gesamten Spiels immer wieder benachteiligt wurden, weil sie selbstverständlich deutsch sprachen, kann einfach nicht toleriert werden“, zitiert der Südtiroler Schützenbund Werner Niederbacher, den Sektionsleiter des ASV Uttenheim. So habe der italienische Schiedsrichter beispielsweise ganz offen damit gedroht, die Fußballer würden sofort die rote Karte bekommen, wenn sie mit ihm nicht italienisch sprechen würden, berichte Niederbacher. Außerdem habe er während des Spiels die Fußballer demonstrativ ignoriert, wenn nicht auf Italienisch geredet worden sei, erklärt Niederbacher laut dem Schützenbund. Den Trainern sei es sogar untersagt worden, sich mit ihrer eigenen Mannschaft während des Spiels auf Deutsch zu unterhalten."Massiver Angriff auf die Minderheitenrechte"„Es kann und darf nicht sein, dass unsere Fußballspieler wegen ihrer deutschen Muttersprache benachteiligt oder gar unter Druck gesetzt werden“, betont Elmar Thaler, der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, der in diesen Vorfällen einen neuerlichen massiven Angriff auf die Minderheitenrechte sieht. „Der Gebrauch der Muttersprache ist eines der grundlegenden Rechte des Minderheitenschutzes und bereits im Pariser Vertrag von 1946 festgelegt“, so Thaler, der die Politiker auffordert, "endlich dafür Sorge zu tragen, dass solche Vorkommnisse abgestellt werden."