Donnerstag, 08. Juli 2021

Wiederaufbau-Plan: Kompatscher trifft Bürgermeister und Organisationen

Die Bestandsaufnahme zum Wiederaufbau-Plan stand am Donnerstag im Mittelpunkt der Gespräche von Landeshauptmann Arno Kompatscher mit den Bürgermeistern und Vertretern Südtiroler Organisationen.

Beim Wiederaufbauplan geht es um viel Geld.
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Beim Wiederaufbauplan geht es um viel Geld. - Foto: © shutterstock
Italien wird in den nächsten Jahren über insgesamt 235,14 Milliarden Euro an EU-Mitteln verfügen. Was die Zuweisung der Gelder betrifft, hat Landeshauptmann Kompatscher in seiner Funktion als Vertreter der Autonomien in der Konferenz der Regionen und Autonomen Provinzen reagiert.

Dort hat Kompatscher ein entsprechendes Schreiben koordiniert, das an den Präsidenten des Ministerrats Mario Draghi, an den Minister für Wirtschaft und Finanzen, Daniele Franco, und an die Ministerin für regionale Angelegenheiten und Autonomien, Mariastella Gelmini, gerichtet ist.

„Wir fordern, dass Finanzmittel für Interventionen, die in die Zuständigkeit der Autonomien fallen, an diese übertragen werden“, betonte Kompatscher. In Übereinstimmung mit den im Wiederaufbau-Plan festgelegten Zielen und Richtlinien sollen die Gelder dann von den Autonomien selbst verwaltet werden, erklärte der Landeshauptmann.

„Es ist wichtig, dass die Regionen mitreden können, um eine gerechtere Verteilung und Verwaltung zu erreichen, noch bevor die Regeln festgelegt werden“, sagte Kompatscher. Ziel sei es, den Gemeinden einen möglichst direkten Zugang zu den Fördermitteln und Ausschreibungen zu sichern, so der Landeshauptmann.

Eine Koordinierungsstelle auf Landesebene unter der Regie der Generaldirektion des Landes, aber auch eine weitere auf der Ebene des Südtiroler Gemeindenverbands sowie ein eigenes Webportal sollen den Zugang zu den Informationen erleichtern.

„Wir sind bereit, Wettbewerbe und Ausschreibungen auf Landesebene zu verwalten. Aufgrund unserer Erfahrung beim Management europäischer Fonds verfügen wir über das notwendige Know-how, um den Recovery-Plan auf lokaler Ebene bestmöglich umzusetzen“, sagte Kompatscher.

Die Zeit drängt: Die vorgelegten Projekte müssen von den Verwaltungen bis 2022/2023 als Ausgabenzusage erfasst sowie bis 2026 bezahlt und zugewiesen werden.

lpa

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