Donnerstag, 19. November 2020

Wiener Moschee erhebt Einspruch gegen Zwangsschließung

Die Tewhid-Moschee in Wien-Meidling, in der der Attentäter von Wien gebetet und sich radikalisiert haben soll, hat Einspruch gegen ihre Zwangsschließung erhoben.

Ein Kerzen- und Blumenmeer an einem der Tatorte in der Seitenstettengasse in der Wiener Innenstadt am Donnerstag, 19. November 2020.
Ein Kerzen- und Blumenmeer an einem der Tatorte in der Seitenstettengasse in der Wiener Innenstadt am Donnerstag, 19. November 2020. - Foto: © APA / HELMUT FOHRINGER
Die Moschee ist seit 2016 als Folge des Islamgesetzes bei der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) registriert. Auf Drängen der Regierung entzog der Oberste Rat der IGGÖ der Moschee die Rechtspersönlichkeit als Konsequenz aus dem islamistischen Anschlag.

Laut der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ ging am Mittwoch eine Beschwerde der Betreiber der Tewhid-Moschee gegen die Entscheidung des Obersten Rats der IGGÖ ein. Begründet wird die Beschwerde damit, dass die Schließung der Moschee nicht ausreichend begründet sei. Das IGGÖ-Schiedsgericht muss sich nun innerhalb von 2 Wochen zusammenfinden – binnen 8 Wochen muss es eine Entscheidung fällen.

Zu dem Terrorakt mit 4 Opfern kam es am 2. November in Wien.

apa