<Initiale_2Z>W</Initiale_2Z>ährend der Ära Merkel hat sich das politische Koordinaten-System in Deutschland erheblich nach links verschoben. Zum guten Teil geht das auf die ehemalige Kanzlerin und CDU-Chefin zurück, was fehlt, hat die Linke gerne selbst gemacht, und Merkel hat es geschehen lassen. Im Zuge dieser Entwicklung hat sich natürlich auch die CDU geändert und in ihrem Sog auch die Schwester-Partei CSU. <BR />Auch hier ist es schier unmöglich geworden, Ansichten zu äußern, die früher von grundlegender Art waren und den Standpunkt der Partei beschrieben haben, was etwa die innere Sicherheit angeht, die Auffassung von Ehe und Familie oder aber die Frage der nationalen Identität. Der Erfolg: schwindende Zustimmung der Wählerschaft. Die Bürger machen die Mode nämlich nicht mit, welche die Parteien bewegt, wenn man das dort auch glauben mag.<BR />Jetzt hat zumindest bei der CDU die Treulosigkeit gegenüber sich selbst einen Höhepunkt erreicht. Es werden nämlich Pläne geschmiedet, das christliche Bekenntnis, ausgedrückt im „C“ des Parteinamens, zu überdenken und gegebenenfalls zu streichen. Hier aber ist für die CSU eine Schwelle erreicht, gegenüber der sie der nördlichen Schwester die Gefolgschaft aufkündigt. <h3> Gauweiler leistet Widerstand</h3>Es ist wieder einmal CSU-Veteran Peter Gauweiler, einst Staatsminister und langjähriger Bundestagsabgeordneter, ein selbständiger Kopf und gescheiter als die meisten, der Widerstand leistet. „Eine CSU“, warnt er, die das „C“ in ihrem Namen aufgibt, gibt sich selber auf.“ Der CDU wirft er vor, sie habe ihr Programm aufgeweicht und sei formlos geworden. Das habe entscheidend dazu beigetragen, dass sie die Bundestagswahl verloren habe. Am „C“ im Parteinamen entscheidet sich für die Unionsparteien eine Frage, die viele ihrer Strategen gar nicht zu sehen scheinen: nämlich die, was man vom ganzen inhaltlichen Warenangebot im politischen Geschäft verhandeln kann und was zu den unveräußerlichen weltanschaulichen Grundfesten der jeweiligen Partei gehört. Klarheit aber und Festigkeit in diesem Punkt entscheiden, ob eine Partei fähig ist, die geistigen Entwicklungen eine Epoche mitzugestalten, oder ob sie zum Opfer des Zeitgeistes wird. Heute ist ja Bayerns Ministerpräsident der Chef der CSU. Er hat sich dankenswerterweise dagegen ausgesprochen, am „C“ zu rütteln. Bleibt zu hoffen, dass er zwischen Grundsatz und Taktik zu unterscheiden vermag und seine Entscheidung für das „C“ zu den nicht verhandelbaren Bestandteilen der CSU rechnet. Damit wäre diese Debatte beendet, jedenfalls für die CSU. <Rechte_Alle_Rechte_vorbehalten></Rechte_Alle_Rechte_vorbehalten> <Rechte_Copyright></Rechte_Copyright>