Dienstag, 02. Juli 2019

Windwurfschäden: Aufräumarbeiten laufen in Rekordzeit

Mehr als 50 Prozent des Schadholzes sind bereits aufgearbeitet. Bis 2020 sind für Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten Maßnahmen in Höhe von 33 Millionen Euro geplant.

Bereits mehr als die Hälfte des Schadholzes konnte bereits beseitigt werden. - Foto: DLife
Badge Local
Bereits mehr als die Hälfte des Schadholzes konnte bereits beseitigt werden. - Foto: DLife

Landtagsabgeordnete Jasmin Ladurner hat sich im Rahmen der Aktuellen Fragestunde im Südtiroler Landtag am Dienstag über die Windwurfschäden und die geplanten Sanierungsmaßnahmen informiert. „Was hier geleistet wird, ist beeindruckend“, betont Ladurner.

Unmittelbar nach den verheerenden Sturmschäden vom 29. Oktober haben Landesregierung, Forstinspektorate und zahlreiche Helfer mit den Aufräumungsarbeiten begonnen.

5000 Hektar Wald waren den Unwetterstürmen zum Opfer gefallen. Schneisen der Verwüstung ziehen sich seitdem durch die Wälder. Doch die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren.

„So wurde beispielsweise im Forstinspektorat Bozen die dreifache Holzmansse aufgearbeitet, die normalerweise in einem Jahr anfällt“, berichtet der zuständige Landesrat Arnold Schuler in seiner Antwort auf die Anfrage der Landtagsabgeordneten Jasmin Ladurner.

Durch die von den Forstinspektoraten realisierten Sofortmaßnahmen zur Freistellung der Erschließungswege sowie durch den Einsatz und den Fleiß aller Beteiligten und Betroffenen vor Ort und auch aufgrund der günstig anhaltenden Wetterbedingungen, konnte die große Sturmholzmenge in so kurzer Zeit aufgearbeitet werden. „Das ist eine beachtliche Leistung, für die wir allen Beteiligten nur danken können“, sagt Ladurner. „Wenn Forst- und Wanderwege schnell erneuert und in Stand gesetzt werden, können sie für uns Einheimische und für die vielen Touristen wieder sicher begehbar sein. Obwohl sich das einprägende Bild einer zerstörten Natur nur sehr langsam zum Guten verändern wird, wissen wir unsere Wälder in besten Händen“.

Insgesamt werden die Aufräumungs- und Instandsetzungsarbeiten laut Schuler 33 Millionen Euro kosten. „Darüber hinaus sehen wir in den kommenden 10 Jahren zwischen 45 und 50 Millionen Euro für forsttechnische Maßnahmen zur Schutzwaldsanierung und den Waldwiederaufbau vor.“

124 Sofortmaßnahmen seien seit dem Sturmereignis seitens der Forstinspektorate bereits umgesetzt worden. „Zur Zeit setzen wir mehrere wichtige Projekte um, die Maßnahmen zur Wiederherstellung der Schutzfunktion in den Objekt- und Standortschutzwäldern beinhalten. Für die Sturmholzaufarbeitung werden im laufenden Jahr an die Waldeigentümer schätzungsweise rund 12 Millionen Euro an Prämien für die Aufarbeitung und Bringung des Schadholzes ausbezahlt werden.“

lpa/stol

stol