Siegfried Brugger hatte dem 28-Jährigen im Vorfeld bereits bescheinigt, „im Vergleich mit dem amtierenden österreichischen Außenminister fast ein alter Hase“ zu sein.Theiner zeigte sich erfreut, die SVP in „junge unbeschwerte Hände legen zu dürfen“. „Nicht aus persönlicher Ambition, sondern aus Pflichtgefühl und Verantwortung gegenüber der SVP“ bewerbe er sich nun für das Amt des Parteiobmannes, sagte Achammer.„Ich habe von einem Tag auf den anderen entschieden, mich der Wahl zu stellen. Dies ist für mich eine Ehre.“ Dass das Vertrauen in die SVP getrübt sei, sei „nach den weniger rühmlichen Episoden“ der Vergangenheit verständlich.„Wenn wir für Fehler konsequent gerade stehen und die Bevölkerung um Verzeihung bitten, werden wir das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen“, meinte Achammer.„Südtirol ist nicht der Nabel der Welt.“Für die Zukunft der SVP hat Philipp Achammer große Pläne: „Wir müssen das Profil der Partei schärfen, zeitgemäße Maßstäbe an sie legen und eine dringend notwendige Grundsatzdiskussion führen.“In Zeiten knapper werdender Ressourcen sei ein Paradigmenwechsel angebracht: „Südtirol ist nicht der Nabel der Welt.“ Dabei verwies er auf ein Zitat von Silvius Magnago: „Der Wohlstand muss als das eingeschätzt werden, was er wert ist, und nicht mehr“. Als Parteiobmann wolle er Themen angehen, die die Menschen betreffen, unterstrich Achammer: Arbeit und soziale Sicherheit.Es sei für die SVP ausschlaggebend, „wie wir Politik machen“. Politiker dürften keine Ansprüche stellen, sondern sollten mit dem Vertrauen, das ihnen von der Bevölkerung geschenkt worden sei, respektvoll umgehen.„Nicht nur der Obmann ist SVP, wir alle sind SVP“, meinte Achammer abschließend. kn