<b>Von Florian Mair<BR /><BR />STOL: Herr Stauder, hätten Sie bei der Kandidatenkür im Wahlkreis Meran gegen Julia Unterberger die besseren Chancen gehabt als Martin Ganner?</b><BR />Harald Stauder: Aus heutiger Sicht ist das schwer einzuschätzen. Wichtig war, dass die Ortsgruppen eine Auswahl hatten. Ich bin aber froh, dass ich das, was im Hintergrund abgelaufen ist, sich gegenseitig mit Schmutz zu bewerfen, nicht habe über mich ergehen lassen. Für solche Dinge stehe ich auch nicht zur Verfügung. Denn das ist nicht die Art und Weise, wie ich es mir vorstelle, Politik zu machen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-55634817_quote" /><BR /><BR /><b>STOL: Sie hätten also Interesse an einer Kandidatur gehabt, wurden Sie als Kandidat eliminiert?</b><BR />Stauder: Ja. Mehr sage ich zu diesem Thema nicht. <BR /><BR /><b>STOL: Die Burggräfler SVP-Bezirksobfrau Rosmarie Pamer hat Sie kürzlich als Landtagskandidat ins Spiel gebracht. Werden Sie 2023 kandidieren?</b><BR />Stauder: Wenn ich Berufsberatung benötige, dann werde ich mich sicher nicht an Rosmarie Pamer wenden. Ich habe nach wie vor meinen eigenen Kopf, ich denke also nach wie vor eigenständig, auch wenn das einigen Menschen nicht immer gefällt. Aber das macht mir nichts aus, ich werde es weiterhin tun. <BR /><BR /><embed id="dtext86-55634818_quote" /><BR /><BR /><b>STOL: Werden Sie kandidieren?</b><BR />Stauder: Derzeit ist noch alles offen. Ob ich kandidiere, wird von vielen Faktoren abhängen. <BR /><BR /><b>STOL: Sie wissen, was Sie wollen, und haben Ihren eigenen Kopf. Deshalb dürfte es nicht einfach werden, einen Platz auf der Kandidatenliste der SVP für die Landtagswahl 2023 zu bekommen?</b><BR />Stauder: In einer Partei wie der Südtiroler Volkspartei sollten verschiedene Meinungen und Positionen Platz haben. Ich habe in Lana gezeigt, dass ich für alle gesellschaftlichen Gruppen da bin und arbeite. Natürlich habe ich mich mit meinen klaren und zum Teil kritischen Äußerungen in der Vergangenheit bei der derzeit führenden politischen Klasse in Südtirol sicher nicht beliebt gemacht. Wir erleben seit 15 Jahren den politischen Niedergang der SVP-Bezirke Burggrafenamt und Vinschgau. Wir als SVP hatten vor 15 Jahren noch 7 Landtagsabgeordnete, davon 2 Landesräte, und stellten 2 Vertreter in Rom und den Bürgermeister der Stadt Meran. Heute haben wir 2 Landtagsabgeordnete, davon einen Landesrat, eine Vertreterin in Rom, und auch das Bürgermeisteramt in Meran ist verlorengegangen. Das sagt wohl alles aus. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR />