Mit Freitag ist die Frist abgelaufen, um für die Behandlung des Haushaltsgesetzes 2026 im Senat Abänderungsanträge einzubringen. Insgesamt dürften ein paar Tausend zusammenkommen. 84 hat jedenfalls allein Senator Durnwalder hinterlegt. Bis zum 18. November müssen nun die Parlamentsgruppen mitteilen, welche Abänderungsanträge als vorrangig deklariert werden. „Uns als Autonomiegruppe stehen rund 20 Anträge zu, die vorrangig behandelt werden sollen“, erklärt Durnwalder. Und da heißt es nun, gut abwägen. Einige seiner Anträge betreffen gesamtstaatliche Änderungen, andere sind spezifisch für Südtirol relevant. Einiges kommt auch als Wunsch direkt vom Land. „Für mich sind natürlich die Anträge vorrangig, die sich spezifisch auf Südtirol beziehen“, erklärt der Senator. <BR /><BR />Einer davon betrifft die Freiwilligen Feuerwehren, die es außer in Südtirol, dem Trentino und dem Aostatal ansonsten auf italienischem Staatsgebiet nicht in dieser Form gibt. Weswegen Südtirols Vertreter in Rom immer wieder für die „Vergessenen“ in die Bresche springen müssen. Der Inhalt diesmal: die Anwendbarkeit der Mehrwertsteuer (IVA). <h3> „Mit der Reform des Dritten Sektors sind Zweifel aufgekommen“</h3>Denn während Einsätze in Notfällen kostenlos geleistet werden, gibt es laut Gesetz auch Einsätze gegen Bezahlung, etwa den Brandsicherheitsdienst bei Veranstaltungen. Hierfür stellt die jeweilige Feuerwehr eine Rechnung, bislang IVA-frei. „Doch mit der Reform des Dritten Sektors sind hier Zweifel aufgekommen“, erläutert Christoph Oberhollenzer, Direktor des Landesfeuerwehrverbandes.<BR /><BR />Um keine bösen Überraschungen erleben zu müssen, hat man sich an die Politik gewandt. „Uns geht es vor allen Dingen darum, dass die Freiwilligen nicht auch noch Mehrwertsteuerbücher führen müssen. Wir sind so schon überlastet von überbordender Bürokratie. Das ist der Wahnsinn“, sagt Oberhollenzer. Und fügt hinzu: „Unsere Freiwilligen sind gern bereit, ihre Freizeit zu opfern, wenn es darum geht, zu helfen. Aber sicher nicht, um noch mehr Zettel auszufüllen.“<BR /><BR />Weitere Durnwalder-Abänderungsanträge betreffen u.a. den AVS, historische Genossenschaften, die Regulierung von Fernheizwerken oder die Haftung von Grundbuchsführern.