„Nachdem bei den parteiinternen Wahlen zur Ermittlung der SVP-Bürgermeisterkandidaten der soziale Flügel der SVP nicht berücksichtigt worden ist und der Vorschlag, offene Vorwahlen abzuhalten, abgelehnt wurde, haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger uns als Sozialausschuss darin bestärkt, eine eigene Liste zu gründen. <BR /><BR />Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und uns lange und eingehend damit auseinandergesetzt“, sagt Karin Tanzer, die Vorsitzende des Gemeindesozialausschusses. <BR /><BR />Und weiter sagt Tanzer: „Wir sehen keine Zukunft in der SVP und werden mit einer neuen Liste bei den Gemeinderatswahlen antreten. Es geht uns in erster Linie um die Vertretung der sozialen, ökologischen und nachhaltigen Agenden der Gemeinde.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1131750_image" /></div> <BR /><BR />Laut Tanzer stehe die neue Liste für ein soziales Miteinander, für die Menschen in Kaltern, für eine gesunde Umwelt und nachhaltige Entwicklung sowie für ein ausgewogenes Wirtschaften, Bürgernähe, Transparenz, und ökologische Verantwortung, so Tanzer, die betont: „Wir wollen ein lebenswertes, gerechtes, solidarisches und lobbyunabhängiges Kaltern gestalten.“<BR /><BR />Neben Karin Tanzer schließen sich der neuen Liste auch Mitglieder des Gemeindesozialausschusses an. „Dazu kommen weitere engagierte Kalterer Bürgerinnen und Bürger, denen die sozialen Themen und der Umwelt- und Landschaftsschutz ein Anliegen sind. Wer sich mit uns identifizieren kann und Lust auf eine Kandidatur auf unserer Liste hat, ist gerne willkommen“, sagt Tanzer, die voraussichtlich in rund 2 Wochen die Liste präsentieren will.<h3> „Viele sind enttäuscht über das Geschehene“</h3>„Nach der Entscheidung im SVP-Koordinierungsausschuss und der Ablehnung offener Vorwahlen zur Ermittlung des Bürgermeisterkandidaten habe ich von verschiedenen Menschen in Kaltern viel Solidarität erfahren“, sagt Werner Atz, der Bürgermeister-Kandidat der Liste: „Viele von ihnen sind enttäuscht über das Geschehene. Besonders nachdenklich gemacht hat mich die Rückmeldung von Bürgern, dass sie aus diesem Grund nicht mehr zur Wahl gehen oder weiß wählen würden – etwas, das aus meiner demokratischen Überzeugung nicht vereinbar wäre. Die Begründung war, dass mit dieser Entscheidung im Koordinierungsausschuss eine Wahlmöglichkeit verloren gegangen ist“, sagt Atz.<BR /><BR />Die neue Liste will „eine politische Heimat für alle bieten, die sich mit unseren Werten identifizieren. So haben sich die ersten Gespräche ergeben, und ich wurde intern immer wieder gebeten, als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung zu stehen. Ich habe jedoch stets betont, dass nicht die Person im Mittelpunkt steht, sondern die Gruppe. Dies zu unterstreichen ist mir besonders wichtig“, betont Atz: „Es geht nicht um mich, sondern um die Werte der neuen Liste, wie sie von Frau Tanzer beschrieben wurden, und darum, dass in Kaltern jeder Bürger die Möglichkeit hat, aktiv an der politischen Gestaltung mitzuwirken“, so Atz.<h3> Eingabe beim Ehrengericht: Keine Entscheidung</h3> „Das Ehrengericht hat die beiden Streitparteien eingeladen, in sich zu gehen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Das Ehrengericht wurde indes einstweilen vertagt“, sagt Martin Pircher, der Landesgeschäftsführer der SVP. <BR /><BR />Wie berichtet, sorgte die Nominierung der Kalterer SVP-Bürgermeisterkandidaten für die anstehenden Gemeindewahlen im sozialen Flügel für Unmut – und für eine Eingabe seitens des SVP-Sozialausschusses Kaltern beim Ehrengericht der Partei. <BR /><BR />Der SVP-Koordinierungsausschuss hatte im Dezember anlässlich einer internen Abstimmung die Kandidaten ermittelt: Christoph Pillon und Christian Ambach. Vizebürgermeister Werner Atz, der ebenfalls als Bürgermeisterkandidat in die Wahl gehen wollte, blieb auf der Strecke.