Das Projekt „Temporary Home“ in Bozen beispielsweise ist eine Initiative von Coopbund und Unternehmerverband. „Ziel ist es, leerstehende Wohnungen zu nutzen und sie an Unternehmen zu vermieten, die Unterkünfte für ihre Mitarbeiter suchen“, weiß Brandt. <h3> Sicherheit für alle Parteien</h3>Die Genossenschaft mietet die Immobilien direkt von den Eigentümern an und stellt sie den Arbeitnehmern und ihren Unternehmen zur Verfügung. Das gibt beiden Parteien Sicherheit: Die Eigentümer erhalten garantierte Mietzahlungen, die Unternehmen müssen sich nicht um die Instandhaltung oder problematische Mieter kümmern. Eine solche „Win-win-Situation“ gebe es auch beim WOBI-Modell, erklärte Paul Köllensperger (Team K), dessen Partei den Antrag im Landtag eingebracht hatte. <BR /><BR />Aber auch Arbeitsvermittlungsagenturen werben längst nicht mehr nur Mitarbeiter an, sondern mieten für diese auch Unterkünfte. „In dem Fall garantiert die Agentur den Mietzins“, sagt Brandt. <BR /><BR /><embed id="dtext86-69000873_quote" /><BR /><BR />Bei der sogenannten „WOBI-Lösung“ sieht der Vizepräsident des VHE einige problematische Aspekte: So sei bei der Vermietung von Wohnungen an Gesellschaften und Körperschaften die derzeit vorteilhafte pauschale Einkommensbesteuerung der Miete („cedolare secca“) nicht möglich.<BR /><BR /> „Außerdem hat der Eigentümer kein Mitspracherecht bei der Auswahl der Mieter“, erläutert er. Und es müsse geklärt werden, ob konventionierte Wohnungen auf diese Weise vermietet werden dürften.<BR /><BR /><embed id="dtext86-69000877_quote" /><BR /><BR />Dass der Leerstand analysiert werden soll, begrüßt Brandt. Gleichzeitig dämpft er die Hoffnungen der Politik, dass viele leerstehende Immobilien als Wohnraum genutzt werden können. „Viele Wohnungen, die leer stehen, sind nämlich heruntergekommen und sanierungsbedürftig. Wie bekommen wir sie wieder auf den Markt?“ <BR /><BR />Das Wohnbauinstitut kenne die Problematik, auch dort müssten viele Wohnungen renoviert werden. Deshalb müsse die Politik mehr Anreize schaffen, damit mehr saniert wird. Eine Immobilie leer stehen zu lassen, sei ein Luxus, den sich die allermeisten nicht leisten können, weil die Steuern und Abgaben zu hoch sind.