Der Antrag von Andreas Colli, den der Landtag gestern einstimmig annahm, ist einfach formuliert: In Zusammenarbeit mit Gemeinden und Wirtschaftstreibenden seien alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um in einem Jahr die Sanierungen beim Wobi zu steigern – auch indem Mieter selbst Hand anlegen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-71778494_quote" /><BR /><BR />Ganz so einfach sei dies nicht, so Landesrätin Ulli Mair. Von den 13.500 WOBI-Wohnungen sind 630 in Sanierung. Das entspreche 4,7 Prozent, während der Anteil im Trentino zwischen zehn und 15 Prozent liege. Es werde immer einen Sanierungsbestand von 200 bis 300 Wohnungen geben: „Null Leerstand ist unrealistisch“, so Mair. <BR /><BR />Dies dürfe aber keine Ausrede sein. Sie versuche, die Gemeinden ins Boot zu holen. In der Peripherie bestehe wenig Nachfrage nach WOBI-Wohnungen, weshalb Sanierungen nicht Priorität eingeräumt wird. Der Bedarf könne aber auch ein anderer als der soziale sein, etwa für junges Wohnen. Sie sei verwundert, wie wenig Bürgermeister über ihre Möglichkeiten wissen.<h3> 31 Jastimmen für den Antrag</h3>Parallel schließe das WOBI Rahmenverträge mit Handwerksbetrieben und Konsortien ab, damit nicht jede Sanierung einzeln ausgeschrieben werden muss. Wohnungen würden schneller zugewiesen, wenn nur kleine Eingriffe wie Malerarbeiten fehlen. <BR /><BR />Mit 31 Jastimmen wurde der Antrag mit Ausnahme des letzten Satzes zu Eingriffen durch Mieter angenommen. Dieser Satz wurde abgelehnt, weil es auch um Haftung geht.