Boni winken für Bauen im Bestand sowie mehrgeschossige Bauten. Das Treffen mit den Banken zu zinslosen Darlehen, über die der Landeshauptmann verhandelt, findet indes erst im Jänner statt.<BR /><BR />Die Landesregierung dürfte das neue Wohnbau-/Urbanistikgesetz erst im Jänner an den Landtag schicken. Derzeit prüft das Rechtsamt den Text. Zudem ist man sich noch nicht einig, ob jeder neue Wohnraum für Ansässige reserviert wird, wie von Arno Kompatscher angekündigt. „In Gemeinden mit Wohnungsnot ja, in anderen macht es aber keinen Sinn“, so Landesrat Peter Brunner. Allemal werden Konventionierungen ausgeweitet, aber auch <b>Absurditäten beende</b>t: „Dass Bewohner/Eigentümer konventionierter Wohnungen keine zweite konventionierte Wohnung beziehen dürfen, wenn sich ein Paar z.B. trennt, wird abgeschafft“, sagt Brunner.<BR /><BR />Die SVP preist landauf, landab zinslose Darlehen im Wohnbau an. Das Treffen mit allen Banken findet aber erst im Jänner statt. Ziel ist ein Zinssatz unter 2 Prozent, den das Land übernimmt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1107174_image" /></div> <BR /><BR /> „Allemal bleibt die Wohnbauförderung aufrecht“, betont Landesrätin Ulli Mair. Dort wird entrümpelt. So wird die <b>Größe einer Wohnung für den Beitrag keine Rolle</b> mehr spielen. „Dass es keine Luxuswohnung ist, sieht man im Kataster“, so Mair. Künftig wird von <b>Grundbeträgen</b> für einen Einpersonenhaushalt ausgegangen, der sich mit jeder weiteren Person erhöht und mit einem Einkommensfaktor angepasst wird. „Wer weniger verdient, erhält mehr Förderung. Die Unterschiede werden nicht mehr so gewichtig sein. Es werden auch jene gefördert, die bisher durch den Rost fielen, weil sie das Bisschen zu viel verdienen“, so Mair. Das Verfahren werde einfacher. Leute kommen schneller zu ihrem Geld.<h3> 10 Prozent für mehrgeschossiges Bauen</h3> Einen <b>Bonus von 10 Prozent</b> auf die Wohnbauförderung wird es <b>für mehrgeschossiges Bauen</b> geben. Bei Etagenwohnungen werden Infrastrukturkosten für Zufahrten, Garage, Anschlüsse, Stiegenhäuser auf alle Parteien aufgeteilt. „Wir brauchen eine bezahlbare Sparte für diejenigen, die nicht erben und keine Topverdiener sind“, sagt Mair.<BR /><BR />Attraktiver wird <b>Bauen im Bestand</b>. Wer verdichtet, aufstockt oder Baugrund besser nutzt und so mehr Wohnraum schafft, wird belohnt. „Und zwar mit einem <b>Plus von 20 Prozent</b> bei der Wohnbauförderung. Bevor wir Baugrund im großen Stil ausweisen, müssen wir Baugrund, den wir bereits ausgewiesen haben, besser nutzen“, sagt Mair. <BR /><BR /><embed id="dtext86-67768296_quote" /><BR />Sie setzt auf <b>gemeinnützigen Wohnungsbau</b>. „Dieser braucht Unterstützung, damit Konzepte umsetzbar und wirtschaftlich sind“, so Mair. Es wird um Beiträge gehen, die <b>55 Prozent der reinen Baukosten</b> decken. Also attraktive Förderungen, deren Nutznießer wie Stiftungen und gemeinnützige Organisationen garantieren, dass sie für 30-40 Jahre preiswerte Mietwohnungen bereitstellen. „In meinen Augen ist dies ein Gamechanger in Südtirol“, meint Mair.