Mittwoch, 04. Juli 2018

Wolf und Bär: Landtag setzt Kommission ein

Der Südtiroler Landtag hat einen Ausschuss zum Großraubwild eingesetzt. Das Plenum hat einem Antrag des Abgeordneten Sepp Noggler (SVP) für einen Sonderausschuss nach ausführlicher Debatte über Sinn und Verfahren zugestimmt.

Der Landtag hat einen Ausschuss zum Großraubwild eingesetzt.
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Der Landtag hat einen Ausschuss zum Großraubwild eingesetzt. - Foto: © D

Andreas Pöder (BürgerUnion) fragte, wann der Bericht dieser Kommission vorgelegt und diskutiert werden solle. Auch Riccardo Dello Sbarba (Grüne) äußerte Bedenken zum Zeitpunkt so knapp vor den Wahlen. Es sei reine Propaganda, man wolle dem Landesrat damit parteiintern mitteilen, dass sein Gesetzentwurf zum Wolf nicht gut genug sei. Die SVP, die dieses Land seit 70 Jahren verwalte, sollte mehr Ernst zeigen.

Bernhard Zimmerhofer (Süd-Tiroler Freiheit) vermutete Torschlusspanik hinter dem Antrag. Man reagiere auf Druck bestimmter Verbände. Das Land könne gegen Wolf und Bär nichts tun, und dem Staat und der EU sei das einerlei. Trotzdem werde er für den Antrag stimmen, da dadurch vielleicht etwas Bewegung in die Sache komme. Ulli Mair (Freiheitliche) teilte das Anliegen, aber so kurz vor der Wahl habe diese Kommission keinen Sinn. Bevor die arbeiten könne, seien noch viele Schritte nötig.

Sven Knoll (STF) fragte, warum der Antrag, der laut Noggler bereits im April gestellt wurde, den Abgeordneten erst jetzt vorgelegt werde. Es sei unlogisch, wenn diese Woche das Gesetz von Schuler zum Großraubwild beschlossen werde und dann ein Ausschuss mit der Frage beschäftigt werde, welche Maßnahmen man treffen sollte. Der Antrag wurde mit 14 Ja, 4 Nein und 9 Enthaltungen angenommen. 

ansa/stol

stol