Donnerstag, 18. Juni 2015

"Wollen wir die Demokratie herbeibomben?"

Man sagt Menschenrechte und meint Schürfrechte, aus bezahlten Söldnern werden Freiheitskämpfer, zivile Opfer umschreibt man mit Kollateralschäden: "Stehen wir vor einem Krieg?" Diese Sorge macht sich Pius Leitner in Anbetracht der verbalen und materiellen Aufrüstung, die der Westen gegenüber Russland betreibt.

Stopp der Konfrontationspolitik, fordert Pius Leitner.
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Stopp der Konfrontationspolitik, fordert Pius Leitner. - Foto: © shutterstock

"Wenn es stimmt, dass die große Koalition aus CDU, CSU und SPD in Deutschland den Parlamentsvorbehalt bezüglich von Auslandseinsätzen der Bundeswehr relativieren oder gar aushebeln will, dann verspricht das nichts Gutes", schreibt Landtagsabgeordneter Leitner.

Anstatt den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zu entschärfen, blase NATO und USA ins Feuer – und ziehe die Bündnispartner mit hinein.

Von wegen „nie wieder Krieg!“

"Das hatten wir schon Ende der Neunzigerjahre auf dem Balkan, als sich sogar die Grünen in Deutschland vom Kriegstreiber jenseits des Atlantiks überzeugen ließen, die Demokratie ,herbeizubomben.' Das Völkerrecht wurde nach dem Zweiten Weltkrieg immer wieder gebeugt und stets waren auch europäische Staaten mit dabei", so Leitner und weiter: Von wegen „nie wieder Krieg!“

Man muss kein „Putinversteher“ sein, aber das Hirn sollte man sich von den Predigern der „Wertegemeinschaft“ nicht abschalten lassen.

"Die Waffen nieder!"

Deren Schlagwörter hätten nicht selten eine andere Bedeutung: die Einkreisung Russlands wird als NATO-Erweiterung verkauft und als Demokratie gilt eine von den USA beherrschte Gesellschaft. "Reicht Europa nicht bis zum Ural? Wann wird Europa erwachsen und selbständig? Die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner würde uns wohl nur eines raten: die Waffen nieder!", resümiert Leitner.

stol

stol