Er bedauere, dass ein falscher Eindruck entstanden sei, erklärte Wulff am Donnerstag schriftlich. Es wäre besser gewesen, den Kredit bekanntzumachen, räumte das Staatsoberhaupt ein. Wulff wies zugleich den Vorwurf eines inhaltlichen Fehlverhaltens zurück.Weil ihm daran gelegen sei, den Vorgang vollständig klarzulegen, werde er alle entsprechenden Unterlagen zu einem privaten Darlehensvertrag mit der Unternehmer-Gattin Edith Geerkens bei einem Rechtsanwalt zur Einsicht für Medien hinterlegen, teilte der deutsche Bundespräsident weiter mit.„Die Wahrnehmung öffentlicher Ämter verlangt zu jedem Zeitpunkt ein hohes Maß an Integrität und Verantwortungsbewusstsein“, erklärte Wulff. Dieser Anspruch sei ihm Verpflichtung. Wulff betonte, dass er keine geschäftlichen Beziehungen zu dem Unternehmer Egon Geerkens unterhalten und deshalb den niedersächsischen Landtag 2010 richtig informiert habe.Wulff: „In der Sache hatte und habe ich nichts zu verbergen.“Er habe keine Veranlassung gesehen, den privaten Darlehensvertrag mit Frau Geerkens zu erwähnen. „Ich erkenne an, dass hier ein falscher Eindruck entstehen konnte. Ich bedauere das.“ Es wäre besser gewesen, wenn er auf die Anfrage auch den privaten Vertrag erwähnt hätte, betont Wulff nun. „Denn in der Sache hatte und habe ich nichts zu verbergen.“Weiter heißt es in der Mitteilung: „Ich verstehe das Interesse der Öffentlichkeit und der Medien. ... Auch im Interesse der Trennung von Amt und Person werde ich die Vertragsunterlagen und weitere Papiere bei einem Anwaltsbüro hinterlegen, damit interessierte Medien sie einsehen können.“ Wulff wurde am 30. Juni 2010 – einige Monate nach der Befragung im Landtag – zum deutschen Bundespräsidenten gewählt. Er trat die Nachfolge Horst Köhlers an, der am 31. Mai 2010 überstürzt zurückgetreten war.Der Wirbel war durch einen Bericht der „Bild“-Zeitung über einen Privatkredit in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident ausgelöst worden.