Es ist sein erster Staatsbesuch seit Beginn der Affäre um billige Kredite und kostenlose Urlaube Mitte Dezember.Eurokrise und Italiens Schuldenprobleme werden die beherrschenden Themen beim Treffen zwischen Wulff und seinen Gesprächspartnern in Rom, Mailand und Bari sein, denn im Mittelpunkt des dreitägigen Staatsbesuchs stehen Wirtschaftsfragen.Der deutsche Bundespräsident wird von einer Unternehmerdelegation und mehreren Bundestagsabgeordneten begleitet.Wulff wird am Montag zunächst in Rom von Italiens Staatschef Giorgio Napolitano im Quirinalspalast empfangen. Beide Politiker schätzen sich und sind zuletzt im Sommer zusammengetroffen. Auch ein Gespräch mit dem neuen Regierungschef Mario Monti und anderen Kabinettsmitgliedern steht auf dem Programm. Am Dienstag hält Wulff vor der Mailänder Universität Bocconi eine europapolitische Rede.In Italien hat es Kritik am deutschen Stil in der Schuldenkrise und an der harten Haltung der „eisernen Kanzlerin“ Angela Merkel etwa gegenüber Eurobonds – europäischen Anleihen – gegeben. Auch deutsche Kommentare zu dem Schiffsunglück der „Costa Concordia“ vor der toskanischen Küste haben Unmut ausgelöst.Auch wenn sich der Druck der Finanzmärkte auf Italien zuletzt etwas abgeschwächt hat, erwartet das Land Unterstützung der europäischen Partner. Bei einem Besuch im süditalienischen Bari dürfte es auch um deutsche Investitionen gehen, um das Wachstum des Landes anzukurbeln.