Der 57-Jährige steht an der Spitze der „fünften Führungsgeneration“, die 2012 das Ruder übernehmen soll. Der studierte Jurist hat Karriere in den boomenden Küstenregionen Chinas gemacht. Er ist Sohn des Revolutionärs und früheren Vizepremiers Xi Zhongxun, der in den ersten Sonderwirtschaftszonen in den 90er Jahren erfolgreich mit dem Kapitalismus experimentiert hatte.Xi Jinping führte als Gouverneur die reiche Provinz Zhejiang und wurde im März 2007 nach dem Korruptionsskandal in Shanghai zum neuen Parteichef der Hafenmetropole berufen. Bis zu seinem Aufstieg zum „Kronprinzen“ war Xi Jinping allerdings eher als Mann der sehr populären Volkssängerin Peng Lijuan bekannt.Xi Jinping tritt meist zurückhaltend und vorsichtig in Erscheinung, doch wurde bei einem Mexiko-Besuch 2009 eine Episode auf Video festgehalten, die gewisse Einblicke in seine Denkweise erlaubt. So wies Xi Jinping vor Auslandschinesen auf die Fortschritte in China hin, das 1,3 Milliarden Menschen ernähre. „Es gibt ein paar Ausländer, die den Bauch voll und nichts besseres zu tun haben, als mit dem Finger auf China zu zeigen“, sagte Xi Jinping.Die Formulierung mit dem vollen Bauch ist für Chinesen ziemlich unhöflich. Xi Jinping fuhr an die Adresse der Ausländer fort: „China exportiert erstens keine Revolution, zweitens weder Hunger noch Armut und bereitet ihnen drittens auch keine Kopfschmerzen. Was wollen sie denn sonst noch?“ apa/dpa