Samstag, 16. Mai 2020

Young Greens fordern Perspektive für Kultur- und Kunstbereich

Die Maßnahmen gegen die Verbreitung von Covid-19 treffen vor allem den Kultur- und Kunstbereich besonders hart. Bereits jetzt ist durch die aktuelle Lage die Existenz von vielen Künstlern und Kulturschaffenden aus den unterschiedlichsten Sparten bedroht.

Bereits jetzt ist durch die aktuelle Lage die Existenz von vielen Künstlern und Kulturschaffenden aus den unterschiedlichsten Sparten bedroht. (Archivbild)
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Bereits jetzt ist durch die aktuelle Lage die Existenz von vielen Künstlern und Kulturschaffenden aus den unterschiedlichsten Sparten bedroht. (Archivbild) - Foto: © deb
Kunst- und Kulturschaffende brauchen mehr Planungssicherheit, fordern die Young Greens in einer Aussendung am Samstag. Wie auch bei anderen Arbeitskategorien muss man auch Kunst- und Kulturschaffenden eine realistische Perspektive geben. In welcher Form werden sie mit ihren Tätigkeiten wieder schrittweise anfangen können? Welche Bedingungen müssen in Zukunft gewährleistet werden, damit Veranstaltungen stattfinden können? Hier braucht es Klarheit und endlich eine Perspektive.

Wer aber am lautesten schreit, wird systemrelevant. 33 Millionen werden etwa ins Tourismusmarketing gespuckt, während die Grenzen geschlossen bleiben könnten. Wo sind aber die Gelder, um die laufenden Kosten von Kunst- und Kulturschaffende (Räumlichkeiten, Lager, schon bezahlte Infrastruktur für abgesagte Events usw.) abzufedern? Und die Ausgaben, die etwa für die Umgestaltung der Räumlichkeiten benötigt werden, um die Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten, könnten vom Land unterstützt werden.

Wie wäre es mal wieder mit Straßenmusik und Straßenkunst? Musiker könnten alleine oder in kleinen Ensembles im Freien für die Passant spielen, z.B. in den Stadtzentren, Parks, Innenhöfen und Gärten. Wieso nicht?

Die Gemeinden sollten solche Initiativen unterstützen: Projekte, wie künstlerische Inszenierungen für Stadt und Dorf, finanzieren, Orte und die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen und die Bürokratie wesentlich vereinfachen.

Der Appell der Young Greens geht auch an die Seelsorger der verschiedenen religiösen Gemeinschaften. Ab 18.Mai können wieder Gottesdienste stattfinden. Sind das nicht auch kulturelle Veranstaltungen? Inzwischen sollten zumindest während der Gottesdienste - soweit möglich - kleine Ensembles mit Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen für eine angemessene Bezahlung spielen dürfen. Davon würden sowohl Musiker*innen, als auch die Glaubensgemeinschaften, welche auch sehr unter dem Lockdown leiden, profitieren.

Das wichtigste dabei ist, dass aufgrund solcher Einnahmen auf keinen Fall der Anspruch auf Unterstützung durch Staat und Provinz verloren geht. Das würde nur dazu führen, dass Kunst- und Kulturschaffende de facto gezwungen wären, Schwarzarbeit zu leisten, um das eh schon wenige Geld zum Leben nicht zu verlieren.

Außerdem sollte laut den Greens Landesrat Philipp Achammer endlich Kompetenzen abgeben, um einen gleichmäßigen Restart zu garantieren. Er kann nicht Wirtschaft, Arbeit, Bildung und Kunst und Kultur - alles Bereiche mit riesigen Herausforderungen - gleichzeitig innehaben. Man erkennt derzeit nämlich ganz klar die ungleiche Verteilung der Unterstützungs-Maßnahmen in den verschiedenen Sektoren.

Kunst und Kultur sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft.
Ein unverzichtbares Medium, das die Menschen seit jeher zusammenhält.
Der Mensch ist auf die Kunst angewiesen. Wir riskieren diese nachhaltig zu schwächen und damit auch unsere Gesellschaft.

stol