Samstag, 26. Oktober 2019

Zahl der Toten nach Demonstrationen steigt auf 42

Die Zahl der Toten nach den Demonstrationen im Irak steigt weiter an.

Die Protestwelle im Irak hält an.
Die Protestwelle im Irak hält an. - Foto: © APA (AFP) / -

Bei den Demonstrationen im Irak sind am Freitag nach aktuellen Erkenntnissen mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Das sagte Ali al-Bajati, Mitglied der irakischen Menschenrechtskommission, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Zunächst war von 30 Toten die Rede. Mehr als 2300 Menschen seien bei den Massenprotesten gegen Korruption und Misswirtschaft in der Hauptstadt Bagdad und mehreren Provinzen vor allem im Süden des Iraks verletzt worden.

In Bagdad hatten Tausende Demonstranten am Freitag versucht, in die besonders geschützte Grüne Zone zu gelangen, in der viele Regierungsgebäude und Botschaften liegen.

Am Samstag hatte sich die Lage zunächst beruhigt. Hunderte Demonstranten errichteten aber Zelte auf dem zentralen Tahrir-Platz, um weiter zu protestieren.

Bereits Anfang des Monats war es zu Massenprotesten im Irak gekommen, bei denen 150 Zivilisten getötet worden waren. Vor einem Jahr hatte Ministerpräsident Adel Abdel-Mahdi sein Amt übernommen. Das Land kämpft aber mit wirtschaftlichen Problemen und den Nachwirkungen der Militärkampagne gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

dpa

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