Mittwoch, 16. Dezember 2020

Zaia fordert: „Italien ab Weihnachten rote Zone“ – Fugatti: „Besser ab Samstag“

Auf der Staat-Regionen-Konferenz am Mittwoch hat unter anderem Luca Zaia, Präsident des Veneto, die Einstufung Italiens zur roten Zone gefordert, von Weihnachten bis mindestens 6. Jänner. Der Landeshauptmann von Trient, Maurizio Fugatti, fordert sogar noch mehr: Eine rote Zone ab Samstag.

Der Präsident des Veneto, Luca Zaia, hat die Einstufung Italiens zur roten Zone ab Weihnachten bis zum 6. Jänner gefordert.
Der Präsident des Veneto, Luca Zaia, hat die Einstufung Italiens zur roten Zone ab Weihnachten bis zum 6. Jänner gefordert. - Foto: © ANSA / Twitter Luca Zaia / WEB / WEB
Die Regierung in Rom verhandelt mit den Regionen über eine mögliche Verschärfung der Anti-Covid-Vorlagen über die Weihnachtsfeiertage.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, habe Zaia gemeinsam mit dem Regionenminister Francesco Boccia und dem Gesundheitsminister Roberto Speranza auf der Staat-Regionen-Konferenz am Mittwoch die Einstufung Italiens zur roten Zone gefordert – von den Weihnachtsfeiertagen bis mindestens 6. Jänner.

Dem zugestimmt haben auch die Präsidenten der Regionen Latium, Friaul-Julisch Venetien, Molise und Marken.

„Während der Feiertage braucht es strengste Maßnahmen“, so Zaia laut Ansa. „Wenn die Regierung hier nicht hart durchgreift, werden wir es eben selbst tun.“ Und: „Wenn wir jetzt nicht schließen, werden wir im Jänner nicht neu starten können.“

Andere Regionspräsidenten wie Liguriens Regionalchef Giovanni Toti sind hingegen dagegen.

Inzwischen kündigte Polizeichef Franco Gabrielle strenge Kontrollen auf Autobahnen, Bahnhöfen und Flughäfen während der Weihnachtsfeiertage an. 70.000 Sicherheitskräfte werden kontrollieren, dass sich die Italiener an die Vorschriften halten. Die Bürgermeister wollen Ansammlungen in den Stadtkernen verhindern.

Dem Landeshauptmann des Trentino, Maurizio Fugatti, ist die Schließung ab Weihnachten zu spät.

Er fordert die Einstufung zur roten Zone bereits ab Samstag, 19. Dezember: „Schon an diesem Wochenende riskieren wir große Menschenansammlungen.“

liz/apa