Dienstag, 17. März 2020

Zöliakie: Land beteiligt sich an Software „[email protected]

Die Landesregierung hat beschlossen, sich an der regionenübergreifenden Software „Celiachia @ RL“ zu beteiligen. Diese soll die Ausgabe glutenfreier Produkte für Menschen mit Zöliakie vereinfachen.

Die Landesregierung hat beschlossen, sich am interregionalen Projekt  „Celiachia @ RL“ zu beteiligen.
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Die Landesregierung hat beschlossen, sich am interregionalen Projekt „Celiachia @ RL“ zu beteiligen. - Foto: © shutterstock
Vergangene Woche hat die Landesregierung den Beschluss gefasst, sich am interregionalen Projekt zur Verwendung der von der Region Lombardei entwickelten Software „Celiachia @ RL“ zu beteiligen, um diese auch in Südtirol zu verwenden. Der Beschluss ermächtet Landeshauptmann Arno Kompatscher, die entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen. Zudem werden die erforderlichen Gelder bereitgestellt.

Software vereinfacht Abläufe

Derzeit werden glutenfreie Produkte an Menschen mit der Diagnose Zöliakie nur verteilt, nachdem diese einen entsprechenden Papiergutscheinen vorgelegt hatten. Dieses Verfahren empfinden die Betroffenen als veraltet und kompliziert. Über das Projekt wird das Verfahren digitalisiert. Dies bringt Vorteile nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Händler der glutenfreien Produkte, die bisher Gutscheine kontrollieren und um Rückerstattung bei Sanitätsbetrieb ansuchen mussten.

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann erklärt dazu: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Verfahren innerhalb des Jahres zu digitalisieren. Um den Prozess zu beschleunigen, haben wir beschlossen, keine Ad-hoc-Software zu entwickeln, sondern jene der Lombardei zu verwenden. Sie entspricht unseren Anforderungen am besten.“ Die Entscheidung wurde auch auf der Basis von positiven Rückmeldungen getroffen, die die Organisationen Federfarma, Assofarm, der Südtiroler Sanitätsbetriebs und der italienische Zöliakie-Verband Südtirol (AIC) zur Software gegeben haben.

Beliebtes und zuverlässiges Werkzeug

Die Software der Region Lombardei wird bereits von 34.500 Patienten in 5 anderen Regionen in Italien verwendet: Venetien, Piemont, Ligurien, Latium und Toskana. Die Nutzung einer bereits verwendeten Software ist auch aus wirtschaftlicher Sicht eine gute Lösung im Vergleich zu einer kompletten neuen Entwicklung eines ähnlichen Produkts.

lpa