„Das ist wahrlich eine Ehre und ein Privileg, wie es sie nur einmal im Leben gibt“, sagte Mamdani in einer kurzen Ansprache. Die Wahl des Ortes soll nach Angaben seines Büros Mamdanis Verbundenheit mit der arbeitenden Bevölkerung unterstreichen. Die Haltestelle wurde 1945 stillgelegt und ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich. In seinen ersten Worten als Bürgermeister kündigte Mamdani zugleich die Ernennung eines neuen Verkehrsbeauftragten an.<BR /><BR />Donnerstagnachmittag folgte eine zweite, öffentliche Vereidigung auf den Stufen des New Yorker Rathauses. Den Amtseid nahm dabei der unabhängige US-Senator Bernie Sanders ab, eines der politischen Vorbilder Mamdanis. Sanders dankte den Bürgern der Stadt, Mamdani „in einer Zeit in der Geschichte unseres Landes, in der wir zu viel Hass, zu viel Spaltung und zu viel Ungerechtigkeit erleben“, gewählt zu haben. Trotz eisiger Temperaturen verfolgten Zehntausende New Yorker die Zeremonie auf dem berühmten Broadway südlich des Rathauses.<h3> „Historische, ehrgeizige Führung“</h3>Zu den Rednern gehörte auch die linke Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. Sie bezeichnete Mamdani als einen Bürgermeister, der sich konsequent der arbeitenden Bevölkerung verschrieben habe. New York habe sich „angesichts dieser unhaltbaren und beispiellosen Zeiten für eine historische, ehrgeizige Führung entschieden“, sagte Ocasio-Cortez. Die Menschen hätten Mut statt Angst und „Wohlstand für die vielen statt Privilegien für die wenigen“ gewählt.<BR /><BR />Mamdani stand bei der Zeremonie gemeinsam mit seiner Ehefrau Rama Duwaji auf der Bühne. Auch der scheidende Bürgermeister Eric Adams war anwesend, ebenso wie dessen Vorgänger Bill de Blasio.<h3> Sohn indischstämmiger Eltern</h3>Der 34-jährige Mamdani beginnt damit seine vierjährige Amtszeit als jüngster Bürgermeister der Stadt seit Generationen. Geboren 1991 in Uganda als Sohn indischstämmiger Eltern, zog er im Alter von sieben Jahren mit seiner Familie nach New York, US-Staatsbürger wurde er erst 2018. Politisch engagierte er sich zunächst als Aktivist, bevor er 2021 für einen Wahlkreis im New Yorker Stadtteil Queens ins Parlament des US-Staats New York einzog. Dort profilierte er sich als Vertreter des linken Parteiflügels der Demokraten.