Dienstag, 09. Oktober 2018

Zugeständnis an das Freiwilligenwesen in Südtirol

Fast stand das Freiwilligenwesen in Südtirol, das eine lange Tradition hat, auf der Kippe. Nun schützt eine Sonderregelung die Institutionen. Die Sprecher des Weißen Kreuzes haben sich am Dienstag bei jenen Politikern, die sich in Rom stark dafür gemacht hatten, bedankt.

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Für den Landesrettungsverein Weißes Kreuz standen zu Jahresbeginn die Zeichen alles andere als gut. Die Reform des Dritten Sektors konfrontierte die Organisation mit einem großen Problem, sah der Kodex ja vor, dass die freiwillige Tätigkeit bei einer Organisation unvereinbar mit einem bezahlten Dienstverhältnis bei derselben Organisation ist.

Ein Umstand, der den Landesrettungsverein hart getroffen hätte – immerhin wären davon rund 10 Prozent aller Freiwilligen des Vereins betroffen. Die Folge wären fehlende Dienstabdeckung in machen Sektionen und der Niedergang eines historisch gewachsenen Freiwilligenwesens gewesen.

In Zusammenarbeit mit Landeshauptmann Arno Kompatscher sowie der damaligen Unterstaatssekretärin Maria Elena Boschi und Senator Karl Zeller konnte eine Sonderregelung für Südtirol ausgearbeitet werden. Die Anpassung wurde anschließend von der Regierung behandelt und als Sonderregelung für Südtirol beschlossen. Mit 11. September trat das Korrekturdekret zur Reform des dritten Sektors schlussendlich in Kraft und nahm damit Südtirol und das Weiße Kreuz von der Vorschrift der Unvereinbarkeit aus.

„Ehrlicher Dank und Verbundenheit“

Für die Führungsspitze des Landesrettungsvereins ein besonderer Moment: Damit wurde nicht nur eine tiefgreifende Umstrukturierung der gesamten Organisation mit ihren über 3000 Freiwilligen und 400 Angestellten abgewendet, sondern auch ein Zugeständnis an das funktionierende Freiwilligenwesen in Südtirol erbracht.

Präsidentin Barbara Siri und Ivo Bonamico dankten am Dienstag im Namen des Vereins Kompatscher, Boschi und Zeller für ihren Einsatz für das Weiße Kreuz. „Wir erkennen an, dass alle Beteiligten Wort gehalten haben und uns bei der Lösung des Problems zur Seite gestanden sind. Ihnen gebührt ein ehrlicher Dank und eine Verbundenheit mit unserem Verein.“

stol

stol