Mittwoch, 19. August 2020

Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck: Ausschreibung im EU-Amtsblatt

Die Zulaufstrecke Franzensfeste-Waibruck soll zugleich mit dem Brenner-Basis-Tunnel fertig sein. Die Weichen dafür sind nun gestellt: Die Ausschreibung der Zulaufstrecke steht im Amtsblatt der EU.

Die Arbeiten am BBT sind in vollem Gange.
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Die Arbeiten am BBT sind in vollem Gange. - Foto: © Brennerbasistunnelgesellschaft
Aktuell ist der Bau des Brenner-Basistunnels (BBT) in vollem Gange. Bis zur Inbetriebnahme 2028 soll auch die Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck fertig gebaut sein.

Dafür steht die Ampel nun auf Grün: Seit Dienstag) ist die Ausschreibung der dieser Zulaufstrecke durch das Eisacktal im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Sie dauert ein halbes Jahr. Danach entscheidet die Bewertungskommission über den Zuschlag. Dann kann der Bau starten.

Besagte Zulaufstrecke verläuft durch die 8 Eisacktaler Gemeinden Franzensfeste, Vahrn, Brixen, Feldthurns, Villnöss, Klausen, Lajen und Waidbruck, die sich auch in der Planungsphase eingebracht hatten.

Wichtiges Vorhaben für länderübergreifende umweltfreundliche Mobilität

Damit dürfte das Versprechen, die Zulaufstrecke im Eisacktal zugleich mit dem BBT fertig zu stellen, eingehalten werden, sagen Landeshauptmann Arno Kompatscher und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Sie sprechen von einem wichtigen Meilenstein für umweltfreundlichere Mobilität im Allgemeinen und für die Lebensqualität im Eisacktal im Besonderen. Laut Landeshauptmann sei dieser Bau entscheidend für den Erfolg des Brenner-Basistunnels und zugleich Garant für die Entlastung der Menschen entlang der Brennerachse vom Verkehr.

Für die Verlagerung des Personen- und des Gütertransportes von der Straße auf die Schiene sei der BBT mitsamt Zuläufern unerlässlich, unterstreicht der Mobilitätslandesrat und verweist auf die Bedeutung der Infrastruktur als Bestandteil des TEN-V Kernnetzkorridors Skandinavien-Mittelmeer.

Landeshauptmann und Landesrat heben die konstruktive Teamarbeit aller Partner für die Umsetzung bei diesem wichtigen Schritt hervor: Mit dem italienischen Schienennetzbetreiber RFI, der RFI Tochtergesellschaft Italferr, den Gemeindevertretern, der BBT-Beobachtungsstelle sowie dem Südtiroler EU-Parlamentarier, den Eisacktaler Abgeordneten in Rom und den Landesämtern.

Mit der Zulaufstrecke für den BBT wird eine etwa 22,5 Kilometer lange neue Bahnlinie entstehen, die in 2 Doppelröhrentunneln verläuft, die über eine Brücke miteinander verbunden sind.

lpa