Der „Grüne Pass“ soll Informationen über die Corona-Impfung, über Corona-Tests und Genesung nach einer Corona-Infektion enthalten. Alle EU-Staaten unterstützen nach anfänglicher Skepsis ein solches einheitliches Impfpass-System.<BR /><BR />Auch Südtirols EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann freut sich: „Der Grüne Pass bringt uns Schritt für Schritt Normalität und Freiheit zurück.“ Allerdings sei der Impfpass nur dann sinnvoll, wenn es möglichst viele Geimpfte gebe. Die Impfstoff-Lieferungen müssten daher forciert werden. <BR /><BR /><b>Nachweis der Immunisierung und negativer Testergebnisse</b><BR /><BR />Die Exekutive der Europäischen Union hat am heutigen Mittwoch den Vorschlag eines digitalen „Grünen Passes“ vorgelegt. Corona-Geimpfte und -Genesene sollen mit einem Attest ihre Immunisierung und Nicht-Geimpfte ihre negativen Testergebnisse nachweisen können.<BR /><BR /> Der digitale Nachweis soll ein einheitlich lesbares Dokument mit einer fälschungssicheren Impfstatus-Dokumentation sein, die mit QR-Code auf dem Smartphone, per App oder ausgedruckt auf Papier überprüfbar ist, einem Bahnticket ähnlich. Der Ausweis soll in den Amtssprachen des betreffenden Landes sowie in Englisch ausgestellt werden.<BR /><BR /><embed id="dtext86-48304211_quote" /><BR /><BR />Das EU-Parlament muss diesem Vorschlag jetzt zustimmen und die EU-Kommission die digitale Infrastruktur dafür bereitstellen. Damit ein Datenabgleich möglich wird, ist die Anpassung nationaler Datenbanken erforderlich. Innerhalb von 3 Monaten soll die europaweite digitale Basis für diese Impf-Dokumentation geschaffen sein. Die Initiative des Grünen Passes soll sich auf Reisen und Mobilität beschränken. Datenschutz, Sicherheit und Privatsphäre der Personen müssten gewährleistet werden, betonten die Kommissionsmitglieder heute. <BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/eu-kommission-entwurf-fuer-digitalen-gruenen-pass-noch-im-maerz" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Dass ein EU-weiter Nachweis kommen würde, ist seit Jänner klar.</a> Damals hatte der EU-Rat beschlossen, einen standardisierten Impfnachweis auf den Weg zu bringen, der mittels verschiedener Systeme bedienbar und einsehbar ist. <BR /><BR />In der Vergangenheit hatte der geplante Impfpass für einiges an Diskussionen gesorgt. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/impfstoff-aus-abtreibungszellen-das-sagt-der-moraltheologe" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Im Interview mit s+ erklärt P. Martin Lintner, was er aus Sicht der Moraltheologie dazu zu sagen hat.</a><BR /><BR /><b>Hoffen auf einen freien Reisesommer</b><BR /><BR />Herbert Dorfmann hofft mit der Tourismusbranche auf einen freien Reisesommer in der EU. Diese Nachweise würden einen sicheren Personenverkehr gewährleisten und neben gleichzeitiger Sicherheit ein Stück Normalität zurückbringen: „Ein digitaler Grüner Nachweis bestätigt, dass man gegen Covid-19 geimpft wurde, eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht hat oder negativ auf Corona getestet wurde“, verdeutlicht der Südtiroler EU-Parlamentarier. <BR /><BR />„Allerdings ist es jetzt wichtig, dass so schnell wie möglich Impfstoff in die EU kommt“, sagt Herbert Dorfmann. Alle, die geimpft werden möchten, sollen bis Sommer die Möglichkeit dazu haben. <BR /><BR />