Mittwoch, 30. Mai 2018

Zustimmung für Bericht von Herbert Dorfmann

Der vom Südtiroler Europaabgeordneten Herbert Dorfmann ausgearbeitete Bericht zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik wurde am Mittwoch im Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg mit großer Mehrheit angenommen.

Der von Herbert Dorfmann ausgearbeitete Bericht zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik wurde angenommen.
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Der von Herbert Dorfmann ausgearbeitete Bericht zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik wurde angenommen.

Das Europäische Parlament hat Herbert Dorfmann beauftragt, den Bericht über die EU- Agrarpolitik in den Jahren 2020 bis 2027 zu verfassen. Dorfmann spricht sich darin vorrangig für die Stärkung der familiengeführten Betriebe und eine Vereinfachung der gesamten Agrarpolitik aus. Ziel ist es, die Landwirtschaft für die kommenden großen Herausforderungen zu rüsten.

„Die neue gemeinsame Agrarpolitik muss den Anforderungen der Bauern und Konsumenten in Europa im nächsten Jahrzehnt gerecht werden: Die Landwirtschaft hat die Aufgabe, ausreichend und sichere Lebensmittel herzustellen, sie muss im internationalen Wettbewerb bestehen, die technologische und digitale Innovation nutzen, nachhaltig sein sowie die Bauern vor Marktkrisen und Unwetterschäden bestmöglich schützen. Bäuerliche Familienbetriebe müssen erhalten und gefördert werden. Die Landwirtschaft muss für junge Menschen attraktiv bleiben, benachteiligte Gebiete und Berggebiete müssen vor Abwanderung bewahrt werden.“ erklärt er.

Veralterung entgegenwirken

Herbert Dorfmann schlägt in seinem Bericht vor, den Jungbauern besondere Aufmerksamkeit zu widmen und der Veralterung der Landwirtschaft entgegenzuwirken.

Vor allem in benachteiligten Gebieten brauchen Bauern weiterhin Direktzahlungen, um ihr Einkommen abzusichern. Daher wird im Bericht vorgeschlagen, die Prämienberechnung in Europa zu vereinheitlichen und so das System einfacher, transparenter und vor allem fairer zu machen.

Heute beruht die Berechnung noch auf historischen Produktionsdaten, welche unsere Bergbauern klar benachteiligen.

Klarere Umweltauflagen

Außerdem schlägt Dorfmann vor, die bereits geltenden Umweltauflagen und -programme zusammenzufassen und klarer zu machen. Wenige, aber dafür klare Auflagen bringen mehr, schaffen weniger Bürokratie und sind leichter kontrollierbar.  

Um weiterhin einen stabilen Absatz der europäischen Lebensmittel zu gewährleisten und gleichzeitig den Verbrauchern Lebensmittel zu angemessenen Preisen anbieten zu können, appelliert Herbert Dorfmann, die für unser Land wichtigen Marktordnungen für Obst, Gemüse und Wein beizubehalten und das EU-Schulprogramm für Obst und Milch weiterzuführen.

stol

 

 

 

 

stol