Montag, 07. Oktober 2019

13 Tote bei Flüchtlingsdrama vor Lampedusa – Baby vermisst

Ein Flüchtlingsboot mit circa 50 Personen an Bord ist in der Nacht auf Montag vor Lampedusa gekentert. 13 Leichen wurden geborgen, 22 Personen gerettet.

913 Menschen kamen ums Leben. Auch ein Baby ist unter den Toten.
913 Menschen kamen ums Leben. Auch ein Baby ist unter den Toten. - Foto: © ANSA / PASQUALE CLAUDIO MONTANA LAMPO

Die Zahl der Toten nach dem Flüchtlingsdrama vor der italienischen Insel Lampedusa ist auf 13 gestiegen. Bei allen 13 handle es sich um Frauen. Zu den Vermissten zählten auch acht Kinder, darunter ein acht Monate altes Baby und seine Mutter, berichteten Überlebende am Montag. Das Flüchtlingsboot mit etwa 50 Personen an Bord war in der Nacht auf Montag vor Lampedusa gekentert.



Die Küstenwache suchte am Montag unter anderem mit Hubschraubern weiter nach Vermissten. Schlechtes Wetter und hohe Wellen erschwerten die Suchaktion. Die bisher 22 geborgenen Überlebenden wurden ans Festland gebracht. Nach etwa 20 Personen wurde laut Medienberichten noch gesucht.

D
as Unglück ereignete sich circa eine Seemeile vom Hafen Lampedusas entfernt. Das Wetter hatte sich im Seeraum vor der süditalienischen Insel wesentlich verschlechtert. Die Küstenwache hatte in der Nacht auf Montag einen Hilferuf erhalten und Schiffe zur Rettung der Menschen geschickt.

Die kleine Insel Lampedusa liegt rund 140 Kilometer vor Tunesien und ist derzeit verstärkt Ziel von Migranten, die eigenständig mit seeuntauglichen Booten über das Mittelmeer setzen.
Erst am 3. Oktober hatten die Bewohner der Insel wieder der Toten eines großen Unglücks gedacht: 2013 sank ein Schiff vor der Küste, mehr als 360 Migranten starben dabei.

apa