<BR />2,21 Millionen Staatsbürger haben im Vorjahr ihr Recht ausgeübt, bei der Einkommenserklärung zwei Promille einer Partei zuzuweisen. Das sind 100.000 Bürger mehr als 2024, aber nach wie vor eine kleine Minderheit von 5,2 Prozent. Allemal flossen 32,584 Mio. Euro und damit fast drei Mio. Euro mehr als im Vorjahr in den Topf für die Parteien.<BR /><BR />Den größten Anteil sicherte sich mit Abstand der PD mit 10,57 Mio. Euro, gefolgt von den Fratelli mit 6,61 Mio. Euro und dem M5S mit 3,171 Mio. Euro. Wacker hielt sich aber erneut die SVP mit 455.240 Euro.<BR /><BR />„Angesichts einer fehlenden Parteienfinanzierung sind die zwei Promille für uns eine sehr wichtige Einnahme. Wir bestreiten damit die Löhne unserer Mitarbeiter und bis vor Kurzem zahlten wir auch Darlehen ab“, sagt SVP-Verwaltungschef Martin Pircher. Diese Zuwendungen aus der Promille-Regelung nehmen konstant zu. Zum Vergleich: Am Start der Regelung im Jahr 2015 flossen gerade einmal 149.659 Euro in die SVP-Kasse.<h3> Zahl der Spender hat zugenommen</h3> Besonders erfreulich sei laut Pircher, dass die Zahl der Spender zugenommen hat. Setzten 2024 noch 22.207 Bürger ihr Kreuzchen beim Edelweiß, so waren es 2025 mit 24.112 fast 2000 mehr. Im Schnitt wurden mit jedem Kreuzchen 18,88 Euro der SVP zugewiesen. Der Löwenanteil der SVP-Unterstützer lebt in Südtirol, gar nicht so wenige aber in anderen Regionen. <BR /><BR />Bei der Promille-Regelung kommen die deutschen Oppositionsparteien in Südtirol nicht zum Zug – Voraussetzung für den Zugriff auf den Topf ist nämlich zumindest ein Parlamentarier in Rom. Anteilsmäßig werden die Ableger gesamtstaatlicher Parteien wie PD, Fd , Forza Italia Lega und La Sinistra von den römischen Parteizentralen bedacht. Einzige Ausnahme sind Südtirols Grüne. Sie bekommen von der Grünen Föderation Italiens nichts vom Kuchen ab, da sie ausgetreten sind.