Mittwoch, 01. Juli 2015

Zweisprachige Warenetiketten gefordert

Der Südtiroler Landtag hat einen Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit angenommen, der die Etikettierung von Handelswaren in deutscher Sprache vorsieht.

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Foto: © shutterstock

Bernhard Zimmerhofer, der Erstunterzeichner des Beschlussantrages, zeigt sich zufrieden: „Damit wurde zumindest ein Zeichen gesetzt, um die Diskriminierung der Südtiroler deutscher Muttersprache einzudämmen. Insbesondere für Allergiker ist die Kenntnis über die Zusammensetzung der gekauften Lebensmittel von größter Wichtigkeit. Nicht umsonst werden ausdrücklich Warnungen auf der Verpackung angebracht. Doch sieht das italienische Gesetz die verbindliche Etikettierung von Handelswaren nur in italienischer Sprache vor. Sollte diese fehlen, wird der Text – in Südtirol meistens der deutsche – mit einem italienischen Etikett überklebt“. Landeshauptmann Arno Kompatscher räumte ein, dass die Umsetzung des Beschlussantrages zwar schwierig sein werde, weil es von Seiten der italienischen Regierung bisher kein Entgegenkommen gegeben habe. Er werde sich aber dafür einsetzen, dass in Zukunft zumindest jene Etiketten, mit denen der deutsche Text überklebt wird, zweisprachig werden.

stol