So betonen die Freiheitlichen in einer Aussendung, dass die Zweisprachigkeitspflicht nicht bloß eine gesetzliche Vorgabe sei, sondern eine zentrale Grundlage für eine patientenzentrierte Gesundheitsversorgung. „Wer krank ist, muss das Recht haben, in seiner Muttersprache kommunizieren zu können“, so Obmann <Fett>Roland Stauder</Fett>. <BR /><BR />Als „Skandal“ bezeichnet hingegen der ASGB die jüngsten Aussagen der Landesräte <Fett>Marco Galateo</Fett> und <Fett>Christian Bianchi</Fett>. „Wer die Zweisprachigkeitspflicht infrage stellt, stellt das Fundament unseres Zusammenlebens infrage“, betont ASGB-Vorsitzender <Fett>Tony Tschenett</Fett>. Positiv bewerte man jedoch die Aussage des Landeshauptmanns <Fett>Arno Kompatscher</Fett>, dass für unbefristete Anstellungen ein gültiger Zweisprachigkeitsnachweis Voraussetzung bleibt. <BR /><BR />Als „Kehrtwende Kompatschers“ wertet dies die Süd-Tiroler Freiheit. Habe Kompatscher in der Vergangenheit das Tor zur Italianisierung geöffnet, stelle er sich nun als Verteidiger der Zweisprachigkeit dar, so <Fett>Sven Knoll</Fett>. <BR /><BR />Auch die SVP-Landtagsabgeordnete <Fett>Waltraud Deeg</Fett> lässt die aktuelle Debatte nicht unkommentiert. Anstatt von einer Aufweichung zu sprechen, sei es wichtiger, den Erwerb der deutschen Sprache als Zweitsprache zu fördern. Dazu brauche es flächendeckende und niederschwellige Sprachkurse. Gleichzeitig fordert Deeg eine bürgernähere und schnellere Abwicklung der Prüfungen für den Sprachnachweis.