„So wird die erhofften Senkung der Preise beim Wohnen mit Preisbindung nicht mehr machbar“, so Brunner. Ulli Mair plädiert, einmal zu starten. Nachbessern könne man immer.<BR /><BR />Die Landesregierung hat die Reform zum leistbaren Wohnen definitiv genehmigt <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/landesregierung-genehmigt-die-wohnreform-2025" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(wir haben berichtet)</a>. Am Freitag geht der Text an den Landtag. Von den über 20 Einwänden der Gemeinden wurde einige angenommen, wie z.B. dass es natürlich auch Beiträge beim Wohnen mit Preisbindung gibt.<h3> 100-prozentige Konventionierung kommt</h3> „Das hatten wir einfach vergessen“, so Arno Kompatscher. Und natürlich könne bei Häusern in Hanglage ein Zimmer zu Wohnzwecken errichtet werden, das teils unterirdisch liegt. Aber: Es bleibt dabei, dass Privatvermietung in Zukunft nur mehr in Gebäuden stattfinden darf, in denen Betreiber wohnen oder Unternehmen den Rechtssitz haben. Und es bleibt dabei, dass jeder neu ausgewiesene Wohnraum allen Gemeinden zu 100 Prozent konventioniert, sprich für Ansässige oder in Südtirol Arbeitende reserviert wird. <h3> 4 Landesräte enthielten sich</h3>Fallen Entscheidungen in der Landesregierung fast immer einstimmig, so wurde der Punkt Konventionierung allerdings in einer Kampfabstimmung geklärt. 4 Landesräte - Brunner, Walcher, Galateo, Bianchi – waren nicht dafür, sondern enthielten sich. „Zwischen Brunner und Kompatscher war die Luft zum Schneiden“, hieß es.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68744263_quote" /><BR /><BR /> „Ich sehe die Gefahr, dass mit dieser Entscheidung das Ziel, beim Wohnen mit Preisbindung die Preise nach unten zu drücken, nicht mehr machbar ist“, so Brunner. „Die Preise für konventionierte Wohnungen können nur nieder gehalten werden, wenn man Bauträgern einen kleinen Teil frei verkaufen lässt“, so Walcher. „Wir sind dafür, Wohnraum zu konventionieren, hätten aber eine Ausnahme mit einem kleinen freien Teil für jene Bauträger gewünscht, die Wohnen mit Preisdeckel anbieten“, so Bianchi und Galateo.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68744267_quote" /><BR /><BR /> Anders sieht es Kompatscher. „Die Preise sind überall gestiegen, auch in Gemeinden wo schon jetzt alles zu 100 Prozent konventioniert werden muss.“ Er sehe nicht, wieso man in Südtirol noch Wohnungen für Auswärtige bauen sollte.<h3> Was Konventioniert bedeutet</h3>„Wir sollten endlich einmal zu etwas stehen und es testen“, so Ulli Mair. Sollte das Wohnen mit Preisdeckel zum Erliegen kommen, könne man nachbessern. Die Konventionierung sei von ihr zudem „komplett entrümpelt“ worden: Konventioniert bedeute in Zukunft nur mehr, dass man in Südtirol den Wohnsitz oder Arbeitsplatz haben muss oder studiert.