„Wir sind optimistisch, dass wir die benötigten Finanzmittel zur Rekapitalisierung der Banken bekommen, entweder über bilaterale Abkommen oder den Rettungsmechanismus EFSF“, sagte Finanzminister Vassos Shiarly am Dienstag.Denn da die Gefahr eines griechischen Austritts aus der Eurozone gesunken sei, habe der Druck auf die Währungsgemeinschaft und damit auch auf Zypern erheblich nachgelassen.Zypern muss bis zum 30. Juni eine Kapitallücke von 1,8 Mrd. Euro bei dem landesweit zweitgrößten Geldhaus Cyprus Popular Bank schließen. Das Land steckt tief in der Rezession und leidet unter dem großen Engagement seiner Banken im überschuldeten Griechenland.Zur Höhe der benötigten Hilfen äußerte sich Shiarly nicht. Vize-Europaminister Andreas Mavroyiannis hat von bis zu 4 Mrd. Euro gesprochen.Sollte Zypern EFSF-Hilfen beantragen, wäre es das fünfte Land, das unter den Euro-Rettungsschirm flüchtet.Allerdings will Präsident Demetris Christofias die damit verbundenen Auflagen vermeiden. Daher könnte die Regierung auch wieder einen bilateralen Hilfskredit anstreben.Erst voriges Jahr hatte sich Zypern 2,5 Mrd. Euro von Russland geliehen. Sollte Zypern erneut Russland oder etwa China um Hilfe bitten, dürften in der Europäischen Union wohl kritische Stimmen laut werden: Am 1. Juli übernimmt Zypern die EU-Ratspräsidentschaft. apa/reuters