Finanzminister Michalis Sarris verhandelte am Mittwoch in Moskau mit Vertretern der russischen Regierung. Auch wenn die Gefahr eines Staatsbankrottes des Mittelmeerstaates mit jedem Tag steigt, blieben die Finanzmärkte zunächst überraschend gelassen. Das Geld in der Staatskasse reicht nach Regierungsangaben noch bis Mai.Zypern muss möglichst schnell eine Selbstbeteiligung von 5,8 Mrd. Euro am Hilfspaket aufbringen, um Notkredite von bis zu zehn Mrd. Euro der Partner zu erhalten.Nun ruhen die Hoffnungen Zyperns auf Hilfe aus Russland. Nach Gesprächen mit seinem russischen Kollegen Anton Siluanow traf Zyperns Finanzminister Sarris am auch Vize-Regierungschef Igor Schuwalow, wie die Agentur Interfax meldete. Mit Siluanow habe es zunächst keine endgültige Einigung gegeben.„Wir hatten sehr gute, sehr konstruktive Gespräche und ehrliche Verhandlungen“, sagte Sarris. Die Gespräche sollten in Moskau fortgesetzt werden, bis eine Lösung gefunden sei.Auch in Zypern gingen die Beratungen weiter. Alle Parteichefs kamen mit Präsident Anastasiades zusammen.Die zypriotische Kirche bot dem Staat ihr Vermögen an. „Die Kirche und die Klöster werden für die Rettung des Landes alles zur Verfügung stellen“, erklärte Erzbischof Chrysostomos.apa/dpa