Mittwoch, 18. November 2020

Bürger vs. Bauer oder wieso auch ein Apfel einen CO2-Abdruck hat

„Bessere Kommunikation zwischen Verbrauchern und Bauern benötigt Mut und Kreativität“, sagt Wilhelm Kremer-Schillings alias „Bauer Willi“.

Ein kleiner Vorgeschmack auf die 14 Redner und ihre Themen beim zweitägigen Interpoma Congress am 19. und 20. November.
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Ein kleiner Vorgeschmack auf die 14 Redner und ihre Themen beim zweitägigen Interpoma Congress am 19. und 20. November. - Foto: © Messe Bozen
Und er muss es wissen: mit seinem Brief „Lieber Verbraucher“ sorgte er einst für viel Wirbel, schaffte es in überregionale Medien und führt heute einen vielbeachteten Blog. Mehr Wertschätzung für Lebensmittel und die Arbeit der Bauern sind ihm ein besonderes Anliegen. Denn einerseits wird die bäuerliche Welt etwa in der Werbung romantisch verklärt, andererseits beherrschen Schlagworte wie Massentierhaltung, Glyphosat, Gentechnik und Bienensterben den medialen Diskurs. Um diese Diskrepanz zwischen Bürgern und Bauern wieder kleiner werden zu lassen, ist vor allem viel Kommunikation nötig: Ein ernsthafter Dialog geführt mit einem Vokabular, das jeder versteht. Und gerne auch mit Humor.


Beim Anbau, der Lagerung und dem Transport des wichtigsten Exportprodukts Südtirols um die halbe Welt wird Energie verbraucht und Kohlenstoffdioxid ausgestoßen. Das ist nichts Neues. Die Ergebnisse der lang angelegten Studie zum „carbon footprint“ des Apfels in Südtirol und Trentino hingegen sind neu. Erstmals wird es möglich sein, jene Eingriffe im Anbau wie in den Phasen nach der Ernte zu benennen die Apfelproduktion in Sachen Umweltverträglichkeit zu verbessern und damit den Bedürfnissen der Obstbauern und dem Wunsch des Konsumenten nach einer nachhaltigen Produktion gleichermaßen entgegen zu kommen. Die Studie wird im Rahmen des Interpoma Congress exklusiv von Professor Massimo Tagliavini und Damiano Zanotelli von der Freien Universität Bozen vorgestellt.

Das ist ein kleiner Vorgeschmack auf die 14 Redner und ihre Themen beim zweitägigen Interpoma Congress am 19. und 20. November. Heuer ist die Tagung erstmals sicher und bequem von zuhause aus online via Livestream verfolgbar.

Wie man auch Zeiten der Kontaktvermeidung mit neuen, interessanten Lieferanten und Geschäftspartnern in Kontakt treten kann, wird die erste Auflage des Interpoma Business Match zeigen, eine virtuelle, sichere, komfortable und kostenfreie Matchmaking-Veranstaltung für alle Akteure der Apfelbranche.

Was haben drahtlose Echtzeit-Mikroklimasensoren, Biostimulanzien aus Meeresalgenextrakten und Kompost-Wärmerückgewinnungssysteme gemeinsam? Sie sind die Hauptdarsteller des Interpoma Startup Award, bei dem am Freitagnachmittag ab 16:00 Uhr 13 Jungunternehmen aus sieben Ländern um den Preis für das beste Jungunternehmen der Apfelwirtschaft pitchen. Darunter das Südtiroler Startup ODIS, das ein App-gesteuertes Beregnungssystem präsentieren wird.

Interpoma Connects 2020: 2 Tage | 20 Speaker | 13 Startups | 540 Minuten Live-Streaming | über 200 Teilnehmer beim Interpoma Business Match

Tickets für und alle Details zu den Digital Days for the Apple Economy gibt’s online!

som