Freitag, 29. November 2019

Das Landesethikkomitee informiert

Das Landesethikkomitee ist ein Gremium, das die Landesregierung zu ethischen Fragen im Gesundheitswesen berät.

Das Landesethikkomitee unterstützt seit vielen Jahren die Bevölkerung und das Gesundheitspersonal bei der Erstellung und Umsetzung von Patientenverfügungen.
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Das Landesethikkomitee unterstützt seit vielen Jahren die Bevölkerung und das Gesundheitspersonal bei der Erstellung und Umsetzung von Patientenverfügungen. - Foto: © Landesethikkomitee der Provinz Bozen

Bei den 12 Mitgliedern des Komitees handelt es sich um Fachleute im medizinischen, rechtlichen und theologischen Bereich sowie im Bereich der Krankenpflege und der Berufsethik, insbesondere Medizinethik und Sozialethik. Zudem sind die Seniorenwohnheime und die Patientenorganisationen im Komitee vertreten. Das Landesethikkomitee wird mit Beschluss der Landesregierung ernannt und hat eine Amtsdauer von drei Jahren. Amtierender Präsident ist Dr. Herbert Heidegger.

AUFGABEN
Das Landesethikkomitee


• erstellt Gutachten und Stellungnahmen
• fördert die ethische Entscheidungskultur bei Fachpersonen und in der Bevölkerung durch geeignete Initiativen, z.B. Tagungen, Informationsbroschüren, Vorträge und Filmdiskussionen
• erarbeitet Vorschläge für die Aus- und Fortbildungen zu ethischen Fragen für das Gesundheitspersonal
• führt Initiativen zum Schutz der Lebensqualität und der Würde der Menschen durch
• unterstützt die Arbeit der Ethikberatungsgruppen.

MIT WELCHEN THEMEN BESCHÄFTIGT SICH DAS LANDESETHIKKOMITEE UNTER ANDEREM?

• Lebensanfang (z.B. Reproduktionsmedizin)
• Lebensende (z.B. Patientenverfügung)
• Organspende
• Ethik in der Onkologie
• Gerechte Verteilung der Ressourcen
• Arzt/Patientenbeziehung und Kommunikation

AKTUELL IST DAS GESETZ Nr. 219/2017 „Bestimm- ungen zur informierten Einwilligung und zu den Patientenverfügungen“

Es schützt das Recht des Menschen auf Leben, Gesundheit sowie Wahrung der Würde und der Selbstbestimmung.
• Ohne informierte Einwilligung der betroffenen Person darf keine medizinische Behandlung begonnen oder weitergeführt werden (mit Ausnahme von Notfallsituationen).
• Künstliche Ernährung und künstliche Flüssigkeitszufuhr gelten als medizinische Behandlungen und können abgelehnt werden.
• Jede volljährige und zurechnungsfähige Person kann mit einer Patientenverfügung ihren Willen in Bezug auf medizinische Behandlungen äußern.
• Eine Vertrauensperson vertritt die Betroffenen in den Beziehungen zum Arzt und zu den Gesundheitseinrichtungen.
• Die Patientenverfügung muss entweder in Form einer Privaturkunde persönlich im Meldeamt der Wohnsitzgemeinde oder beim Notar hinterlegt werden.
Das Landesethikkomitee unterstützt seit vielen Jahren die Bevölkerung und das Gesundheitspersonal bei der Erstellung und Umsetzung von Patientenverfügungen.

Weitere Informationen unter:
Online: Ethik und Gesundheit, Provinz Bozen
Informationsbroschüren können angefordert werden im Sekretariat des Landesethikkomitees
Evi Schenk
[email protected]
Tel. 0471/418155

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