Freitag, 27. Dezember 2019

Das Landesethikkomitee informiert

Entscheidungen am Lebensende: Tötung auf Verlangen, Assistierter Suizid und Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen.

Das Landesethikkomitee informiert.
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Das Landesethikkomitee informiert. - Foto: © Landesethikkomitee

•Bei der Tötung auf Verlangen (auch: aktive Sterbehilfe, Euthanasie)
verabreicht der Arzt dem Patienten ein todbringendes Mittel auf dessen Ersuchen hin. Dies ist in Italien verboten, in den Benelux-Ländern erlaubt.

•Beim assistierten Suizid nimmt der entscheidungsfähige Patient das todbringende Mittel selbst ein, das ihm von einer Drittpersonen – in der Regel einem Arzt – zur Verfügung gestellt wurde. In Italien hat das Verfassungsgericht zuletzt den Art. 580 des Strafgesetzbuches „Anstiftung und Beihilfe zum Suizid“ unter bestimmten Bedingungen für straffrei erklärt. In mehreren Ländern Europas ist die Beihilfe zur Selbsttötung erlaubt (Niederlande, Belgien, Luxemburg, Schweiz).

•Beim Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen (auch: passive Sterbehilfe) stirbt der Patient durch den Verzicht auf lebenserhaltende Therapien wie z.B. eine künstliche Beatmung oder eine Sondenernährung. Grundlage ist das Selbstbestimmungsrecht des Patienten, das mit dem Gesetz Nr. 219/2017 weiter gestärkt wurde, einschließlich der Patientenverfügung.


Für detailliertere Informationen:

Online: „Ethik und Gesundheit“, Provinz Bozen
Sekretariat des Landesethikkomitees

Evi Schenk
[email protected]
Tel. 0471/418155

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