Freitag, 24. Juli 2020

Das Landesethikkomitee informiert

Selbstbestimmung am Lebensende: Vorausplanung von Notfällen in den Seniorenwohnheimen.

Selbstbestimmung am Lebensende: Vorausplanung von Notfällen in den Seniorenwohnheimen.
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Selbstbestimmung am Lebensende: Vorausplanung von Notfällen in den Seniorenwohnheimen. - Foto: © Landesethikkomitee
Achtung der Selbstbestimmung: Nicht alle Bewohner*innen in Seniorenwohnheimen möchten bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung mit allen medizinischen Mitteln am Leben erhalten werden. Um die Wünsche der Betroffenen im Notfall respektieren zu können, müssen diese vorab im Gespräch ermittelt und dokumentiert werden.

Pilotprojekt zur Vorausplanung von Notfällen: Mit Unterstützung des Landesethikkomitees wurde im ÖBPV „Zum heiligen Geist“ in Brixen unter der Leitung von Helene Trippacher ein Pilotprojekt gestartet. Das Personal der Wohnheime und die beteiligten Ärzte wurden in der Gesprächsführung geschult, die gewünschte Behandlung wird in einem Notfallbogen dokumentiert.

Vorausplanung in der COVID-19-Pandemie: In der Krise hat sich die Vorausplanung besonders bewährt. Gespräche mit den Bewohner*innen und Angehörigen wurden telefonisch geführt, sodass bei einer schweren COVID-19-Erkrankung alle Beteiligten wissen, ob sich Bewohner*innen eine intensivmedizinische Behandlung wünschen oder nicht. Dies hat alle Beteiligten erheblich entlastet.

Zukunft: Bei erfolgreicher Evaluierung soll die Notfallvorausplanung in weitere Seniorenwohnheime ausgeweitet werden.


Für weitere Informationen:
Online: „ Ethik und Gesundheit“, Provinz Bozen

som