Mittwoch, 31. März 2021

Die Zukunft des Remarketing

Wie schafft man es Kunden, die sich mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung auseinandergesetzt haben, nochmal zu erreichen? Hier kommt das sogenannte Remarketing ins Spiel. Es dient beispielsweise dazu, dem Nutzer bereits angesehene oder ähnliche Produkte durch Text- oder Bildanzeigen erneut zu präsentieren. Doch Google will 2022 personalisierte Werbung abschaffen – darunter zählt auch das Remarketing. Lohnt sich deshalb eine Investition in Remarketing überhaupt noch?

Die Zukunft des Remarketing
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Die Zukunft des Remarketing - Foto: © shutterstock
von Tobias Rossi*

Wie funktioniert Remarketing aktuell?


Da Google die Änderungen erst im nächsten Jahr einführt, rentiert es sich auf jeden Fall noch neue Kampagnen zu erstellen oder laufende Remarketing-Anzeigen zu optimieren. Dies hat auch in Zukunft den Vorteil, dass wichtige Daten und Informationen gesammelt und gespeichert werden.
Doch welche Möglichkeiten für Remarketing bestehen momentan?

Bildanzeigen:

Hier gibt es 2 Varianten – statische Bannerwerbungen und dynamische Anzeigen. Beide werden auf verschiedenen Google-Plattformen ausgespielt. Der Vorteil einer dynamischen Kampagne ist, dass speziell die Produkte, die schon vorher angeschaut wurden, erneut angezeigt werden.

Remarketing-Listen:

Dort werden in Suchkampagnen Zielgruppen hinterlegt, um Anpassungen gezielt anzuzeigen. Man unterscheidet hier zwischen bestehenden Kampagnen (Anzeigen werden angepasst) und speziell angelegten Kampagnen (passende Texte und Rabatte werden hinterlegt).

Video:

Der eigene YouTube-Kanal wird mit dem Google Ads-Konto verbunden. YouTube funktioniert sehr gut, um auf sich aufmerksam zu machen – denn nach Google ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine der Welt.
Bei der Auswahl der passenden Strategie sollte man sich vorher genau überlegen welche Ziele man erreichen möchte und wie man sie bestmöglich umsetzen kann. Wie sieht die Zukunft aus?
Durch die Änderungen von Google ab 2022 soll es keine individuell angepassten Werbeanzeigen mehr geben. Google hält jedoch schon Alternativen bereit:

Privacy Sandbox:

Im Mittelpunkt steht hier die Privatsphäre der Nutzer. Dies beinhaltet das sogenannte FLoC. Nutzer werden dort, je nach Interessen, in Gruppen von rund 5000 Personen zusammengefügt. Somit geht es nicht mehr um den Einzelnen, sondern um die ganze Gruppe. Voraussichtlich können 95 Prozent der bisherigen Konversionen generiert werden.

Fledge:

Hier wird ein Server verwendet, bei dem zwar Informationen gespeichert werden, aber der Datenschutz strikt eingehalten wird. Mit Fledge soll Remarketing noch möglich sein. Wie genau Kampagnen erstellt werden können, ist jedoch noch nicht bekannt.

Was sollte man jetzt tun?


Was sich in Zukunft im Bereich Remarketing alles ändern wird, ist schwer vorherzusehen. Auf jeden Fall lohnt es sich, bis dahin noch an Remarketing-Kampagnen festzuhalten und diese bestmöglich zu nutzen. Noch dieses Jahr sollen Unternehmen Tests mit den von Google ausgearbeiteten Alternativen durchführen können. Diese Chance sollte genutzt werden, um sich damit vertraut zu machen und sich bereits auf die Änderungen vorzubereiten.

* Tobias Rossi ist Digital Marketing Manager bei VIDA Marketing.
[email protected]

vida