Montag, 30. November 2020

Eilmeldung für Kinder Kasperl & Co kommen zu euch nach Hause!

Der Advenstkalender „Kaspers Südtirol Tournee“ ist im Internet Ab 1. Dezember startet der Online-Adventskalender „Kasperls Südtirol Tournee“ mit zwei bekannten Puppenspielern. Die Kinder können jeden Tag auf den Kalender klicken und sich ein auf Südtirol bezogenes Weihnachtsstück mit Gernot Nagelschmied, seiner Gans sowie mit Andreas Ulbrich und der Kasperlfamilie ansehen.

Ab 1. Dezember startet der Online-Adventskalender „Kasperls Südtirol Tournee“ mit zwei bekannten Puppenspielern.
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Ab 1. Dezember startet der Online-Adventskalender „Kasperls Südtirol Tournee“ mit zwei bekannten Puppenspielern. - Foto: © Theaterverband Bozen

Wie findet man den Adventkalender?

Um zum Kalender zu gelangen, muss man in der Adresszeile des Internetbrowsers nur zwei Worte und einen Punkt eingeben: weihnachtskalender.online

Noch schneller geht’s auf dem Handy

Dazu muss man nur die Kamera des Handys auf den QR Code halten, etwas warten oder ein bisschen tüfteln. Die Eltern werden ihren Kindern sicher dabei helfen.



Die Geschichten starten am 1. Dezember. Unter „Tag 1“ findet man jetzt schon die Anleitung für den Kalender.

Was bekommen die Kinder zu sehen?

Überraschung! Es wird nur so viel verraten, dass es sich um tolle Puppen-und Figurentheaer-Filme handelt Im Vorspann führt Gernot Nagelschmied mit einer Gans in die Kasperlstücke mit der Kasperlfamilie ein und ist dazu in allen Landesteilen Südtirols unterwegs.

Gibt es auch Links vom Adventskalender zu anderen Seiten?


Ja! Vom Kalender gelangt man über einen Link sowohl zum You-Tube-Kinder-kanal der Stiftung Südtiroler Sparkasse als auch zur Website „Kasperls Südtirol Tournee“.

Was ist „Kasperls Südtirol Tournee?“

Die beiden Puppenspieler Andreas Ulbrich und Gernot Nagelschmied besuchen schon seit 15 Jahren landauf, landab die deutschen und ladinischen Kinder-gärten und Grundschulen, insgesamt etwa 160 kostenlose Aufführungen jährlich. Wegen der Corona-Zeit mussten sie ihre Aufführungen abbrechen. Sie haben sie bis zur Weiterführung als Filme auf den werbefreien Kasperlkanal auf You-Tube ge-stellt. Da gibt es so viel zu sehen, die Kinder werden Augen machen…

Wo haben die Puppenspieler das Filmen gelernt?

Sie haben es sich während der Corona-Zeit selbst angeeignet und sich schnell aufs Filmen ihrer Puppen- und Figurentheater-Aufführungen spezialisiert. Der Adventskalender ist ein brandneues Produkt, das sie gemeinsam entwickelt haben.

Wer sind die Träger von „Kasperls Südtirol Tournee“?

Die Tournee ist eine langjährige Gemeinschaftsinitiative der deutschen Bildungsdirektion, der ladinische Bildungsdirektion, des Südtiroler Theaterverbandes und – wie bereits erwähnt - der Stiftung Südtiroler Sparkasse: sie finanziert die Tournee und die anfängliche Initiative hat sich zu einem ihrer Förder- und Vorzeigeprojekte entwickelt.

Wird die Tournee auch im Internet erfolgreich sein?

Hundertprozent! Die Stärke von „Kasperls Südtirol Tournee“ liegt in ihrer Anpassung an die gegebenen Umstände: jetzt eben auch an die Coronazeit. Zugleich wird sie laufend um weitere Projekte angereichert wie zum Beispiel das „Bilderbuchmobil“ des Jukibuz, oder die Bodenwoche der Umweltwerkstatt Neustift. Selbst der Kasper hätte wohl nie die nahezu 1000 Jahren seines Bestehens überlebt, wenn er sich nicht laufend angepasst hätte.

1000 Jahre?

Wenn vom Spassmacher die Rede ist, dann wird heute damit zuallererst eine Handpuppenbühne und eine lustige Handpuppe mit der unverwechselbaren Zipfelmütze damit assoziiert. Dass es sich heute um eine Theaterform für Kinder handelt, ist nur das vorläufige Ergebnis einer jahrhunderte langen Entwicklung. 1000 Jahre deshalb, weil der Vorläufer bereits in der „Wilden Horde“ bzw. der „Wilden Jagd“ zu finden ist: ein Motiv, das heute übrigens den Stoff für zahlreiche Songs und Filme liefert. Die Etappen der Entwicklung bis hin zum Kasperl sind auf www.kasperltheater.it nachzulesen.

Was hat der Kasper, was andere Figuren nicht haben?

Als Spaßmacher und Holzkopf europäische Wurzeln, regionale Tradition und globale Verbreitung. Der Spassmacher tritt unter verschiedenen Namen auf:

als „Kasper“ in Deutschland und Österreich, als „Pulcinella“ oder „Maccharoni“ in Italien, als „Polichinelle“, „Jean Potage“ oder „La Fleur“ in Frankreich bzw. als „Guignol“ in Lyon, als „Tchantchés“ in Belgien bzw. „Woltje“ in Brüssel, als „Punch“ oder „Jack Pudding“ in Großbritannien, als „Don Cristobal“ in Andalusien, als „Don Roberto“ bzw. „Mestre Salas“ in Portugal, als „Petruschka“ in Russland, als „Jassaul“ in Turkestan, als „Palvan Katschal“ in Usbekistan, als „Paroschez“ in der Ukraine, als „Jan Klaasen“ in Holland, als „Mester Jakel“ in Dänemark, als „Kasparek“ in Tschechien, als „Gasparko“ in der Slowakei, als „Vitez Laszlo“ oder „Paprika Janczi“ in Ungarn, als „Vasilache“ in Rumänien, als „Pentscho“ in Bulgarien, als „Hans Joggeli“ in der Schweiz, als „Karagöz“ in der Türkei, als „Karankiotés“ in Griechenland, als „Ketchel Pehlevan“ in Persien, als „Vidushaka“ oder „Ahmedbadat“ in Indien, als „Semar“ auf Java bzw, Indonesien, als „Tsu Tei“ in Vietnam, als „Joao Redondo“ in Brasilien...weiter?

Warum gerade Puppen- bzw. Figurentheater?

Der Ausdruck „Theater“ grenzt sich vom Puppenspiel ab. Die Kinder erleben mit Kasperl & Co. ihr wohl erstes Theater. Das Puppen- und Figurentheater besetzt eine kleine Nische in der multimedialen und reizüberfluteten Kinderwelt. Die Kinder können in dieser Nische noch ganz sie selbst sein, so wie es schon ihre Mütter und Väter und weitere Generationen vor ihnen waren.

Was zeichnet gute Puppenspieler aus?
Sie sind Profis, d.h. sie machen das Puppen- und Figurentheater zu ihrem Hauptberuf. Gute Puppenspieler vermitteln den Kindern in spielerischer Form pädagogische Inhalte und geben ihnen über die Figuren praktische Anlei-tungen, die ihnen helfen, ihre Erlebniswelt besser wahrzunehmen und zu bewältigen. Kinder haben ein Recht auf gute Theatervorstellungen. Das war schon die Überzeugung von Johann Wolfgang von Goethe, einem Verehrer des Puppentheaters: „Kinder müssen Komödien haben und Puppen“.

som