Donnerstag, 17. September 2020

Ein großartiges Finale

Am Sonntag schließen Valery Gergiev und das Mariinsky Orchester St. Petersburg die 35. Ausgabe des südtirol festival merano . meran ab.

Ein großartiges Finale des südtirol festival merano . meran.
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Ein großartiges Finale des südtirol festival merano . meran. - Foto: © südtirol festival merano.meran

Eine heitere und tonmalerische Naturdarstellung: Beethovens „Pastorale“ versetzt den Zuhörer in eine idyllische Landschaft aus Musik, in der Wachtel, Nachtigall und Kuckuck singen, Hirten tanzen und selbst nach einem Sturm „frohe und dankbare“ Gefühle überwiegen. Diese unbeschwerte Lobpreisung der Schöpfung kommt gemäß einer Notiz auf dem Skizzenblatt des Komponisten „von Herzen“– und möge „wieder zu Herzen gehen“. Am Sonntag (20. September) leitet die 6. Sinfonie das Abschlusskonzert der 35. Ausgabe des südtirol festival merano . meran ein. Am Pult steht Valery Gergiev, der für diesen Abend das Mariinsky Orchester aus St. Petersburg sowie seinen 20-jährigen Sohn Abisal mitbringt. Dieser übernimmt den Solopart im Klavierkonzert op. 20 von Alexander Skrjabin. Ebenfalls im Programm: Gioacchino Rossinis Ouvertüre zur Oper „Wilhelm Tell“. Beginn: 20.30 Uhr.

Vor diesem Abschlussevent bietet die Reihe „classic“ des südtirol festival merano . meran noch zwei weitere Highlights: Heute Abend (17. September) um 20.30 Uhr spielt der Ausnahmepianist Lucas Debargue im Kursaal auf, der im Sommer 2015 den Tschaikowsky-Klavierwettbewerb in Moskau in Aufruhr versetzte. Debargue war Bassist in einer Rockband, studierte Kunst und Literatur, hatte das Klavierspiel mehrere Jahre lang ganz aufgegeben und konzentrierte sich erst mit 20 Jahren auf die schwarzen und weißen Tasten. In Moskau eroberte er das Publikum mit Ravels „Gaspard del la nuit“. In Meran stellt er diese Poesie für Klavier von „transzendentaler Virtuosität“ neben Kostproben aus Scarlattis Sonatenwerk, eine Sonate von Nikolai Medtner, in deren Satzbezeichnungen Heiterkeit auf Finsternis und Schaurigkeit folgt und ein Tongemälde von Franz Liszt. („Après une lecture du Dante„“).

Am Samstag (19. September) gastieren der Pianist und Chopinspezialist Jan Lisiecky und die Festivals Strings aus Luzern mit Franz Schrekers Scherzo, Schumanns „Bilder aus dem Osten“ und Chopins berühmten 2. Klavierkonzert im Kursaal. Beginn ebenfalls 20.30 Uhr.



Infos & Tickets
Kartenbüro: Freiheitsstraße 29, Meran
Öffnungszeiten: 9 – 13 |17 – 19 Uhr
Samstags 9 – 13 Uhr, sonntags geschlossen
Tel. 0473/49 60 30
www.meranofestival.com

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