Freitag, 13. Dezember 2019

Ein Jahrhundertbauwerk hautnah erleben

Auf knapp 200 Quadratmetern Ausstellungsfläche entfaltet sich in Franzensfeste die Darstellung des BBT-Projektes in seiner faszinierenden technischen Vielseitigkeit hin zu Natur und Kultur.

Zu sehen ist diese Ausstellung im BBT-Infopoint in Franzensfeste.
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Zu sehen ist diese Ausstellung im BBT-Infopoint in Franzensfeste. - Foto: © (c) KOBE/Alan Bianchi

Highlights sind interaktive Scannerfahrten in den Tunnel ebenso wie das multimediale Erleben des Tunnelvortriebs. Der erste Raum ist dem Brenner als „Nahtstelle“ gewidmet. Zentral im Raum steht ein dreidimensionales Modell der Brennersenke. Weiter führt die Ausstellung in den Raum „Kultur“. Dort wird in elf Etappen die Geschichte des Brennerpasses nachgezeichnet, denn der Brenner war immer schon ein Übergang und ein Weg der Europa verbunden hat.


Unterschiedliche Personen erläutern die Gründe (Raum „Warum“) für den Bau des BBT – weitblickende Persönlichkeiten und Anrainer gleichermaßen wie der Lokführer eines Güterzugs auf der alten Bahnstrecke mit ihren vielen Problemen, die sie verursacht. Herz der Ausstellung ist das in stilisiertem Maßstab ausgeführte Modell des Basistunnels.
Mineure und Tunnelbohrmaschinen (TBM) sind Felsenfresser – im wahrsten Sinne des Wortes. Im Raum „Wie“ werden die Vortriebstechniken thematisiert. Das detailgetreue Modell einer Tunnelbohrmaschine lässt die Dimensionen dieser vor Kraft strotzenden Maschine erahnen. Wo aber Schwierigkeiten im Gestein einen maschinellen Vortrieb nicht zulassen, sind nach wie vor die Mineure gefragt. Ihre nicht ungefährliche Arbeit unter Tage wird in Videos und Bilderfolgen veranschaulicht.


Der Tunnelbau des BBT ist ein sehr komplexes Unterfangen, an dem Menschen aus den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen zusammenarbeiten. Ob Hydrogeologin, Ingenieur, Mineur oder TBM-Fahrer – alle sind sie voller Stolz, an diesem großen Projekt mitarbeiten zu können. Und noch etwas haben die gemeinsam: ihre Schutzpatronin,
die Hl. Barbara, die an keinem Stolleneingang fehlen darf.

Der abschließende Raum, der „Natur“ gewidmet, denn beim Bau des Brenner Basistunnels wird mit höchsten Umweltstandards gearbeitet und es gilt strenge Umweltauflagen zu erfüllen. Periodisch werden so rund 1.350 Wasserstellen überwacht. Ebenso werden Bohrkerne für den geologischen Aufschluss gezogen die im Raum „Natur“ in einem Bohrkernlager dargestellt werden.

Zu sehen ist diese Ausstellung im BBT-Infopoint in Franzensfeste jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr.


som