Sonntag, 14. März 2021

Hörsysteme denken mit

Neue Erkenntnisse verraten uns einiges über die Art und Weise, wie unser Gehirn Klänge wahrnimmt und verarbeitet. So kann Menschen mit Hörverlust nun mit entsprechenden Hörsystemen noch besser geholfen werden.

Hörsysteme denken mit
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Hörsysteme denken mit - Foto: © Zelger Hörexperten
Wir hören nicht mit den Ohren, sondern mit dem Gehirn. Tatsächlich ist unsere Ohrmuschel „nur“ eine Art Trichter, der Klänge aufnimmt und diese dann ins Innenohr leitet. Dort werden die Klänge in elektrische Impulse umgewandelt und an das Gehirn weitergeleitet, das sie dann als Musik, Sprache oder Umgebungsgeräusche interpretiert. Seit Jahren versucht die audiologische Forschung zu ergründen, wie die „Versteharbeit“ im Gehirn abläuft. Denn das Wissen darüber lässt sich bestens für die Entwicklung von Hörsystemtechnologien nutzen, die das Gehirn bei seiner Arbeit unterstützen und somit dem Nutzer das Hören erleichtern. Neue Ergebnisse der Hirnforschung haben nun ergeben, dass das Gehirn für das natürliche Hören so viele Klanginformationen wie möglich benötigt. Die neue Generation von Hörsystemen berücksichtigt diese Erkenntnisse. Diese neuen Hörsysteme leiten den gesamten natürlichen Klangumfang weiter und unterstützen das Hörzentrum im Gehirn bei der Verarbeitung. Für Hörgeräteträger und Hörgeräteakustiker ist dies eine revolutionäre Entwicklung, denn das Klangerlebnis und das Sprachverstehen sind unvergleichlich.



Antrainierte Intelligenz

Menschen, die sich unterhalten, Verkehrsgeräusche, Musik, plötzlich auftretendes Sirenengeheul: Die Klangumgebungen, in denen wir uns bewegen, ändern sich ständig und sind meistens unvorhersehbar. Unser Gehirn kann mit dieser Komplexität umgehen und Zusammenhänge herstellen. Es versteht sofort, auf welche Klänge wir uns konzentrieren und welche wir ignorieren wollen. Die neuesten Hörsysteme ahmen die Funktionsweise des Gehirns nach und verwenden hierzu eine revolutionäre Technologie: das DNN (Deep Neural Network), was so viel bedeutet wie „tiefes neuronales Netzwerk“. Es wurde mit 12 Millionen Klangumgebungen aus allen Bereichen des Lebens gespeist und darauf trainiert, jeden Klang einer bestimmten Umgebung zu identifizieren und auszubalancieren, um dem Nutzer Zugang zur gesamten Klangumgebung zu bieten und gleichzeitig den für ihn wichtigen Klängen Vorrang einzuräumen. Diese integrierte Intelligenz sorgt dafür, dass jeder einzelne Klang detailliert und deutlich wiedergegeben wird.



Mühelos kommunizieren


Traditionelle Hörsysteme sind hauptsächlich darauf ausgelegt, sich auf die Sprachrichtung zu konzentrieren. In lauten Umgebungen dämpfen sie alle anderen Geräusche oder blenden sie sogar aus. Wichtige Informationen für die Versteharbeit im Gehirn gehen hierbei verloren , und es erhält nicht die Klanginformationen, die es für das natürliche Hören braucht. Die neuen Hörsysteme berücksichtigen hingegen die gesamte Klangumgebung. Der Nutzer kann frontal seinen Gesprächspartner gut verstehen, nimmt aber auch wahr, wenn von der Seite ein Zuruf erfolgt oder sich von hinten ein Auto nähert. Einige Zelger-Kunden haben diese Hörsysteme bereits Probe getragen und bestätigen, dass sie müheloses Verstehen ermöglichen und dabei das gesamte Klangbild tatsächlich viel deutlicher ist.

Beratung und kostenlose Hörsystem-Probe für 30 Tage bei Zelger Hörexperten, Tel. 800 835 825 - www.zelger.it




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