Sonntag, 15. März 2020

Länger fit mit Hörsystemen

Eine neue Studie zeigt: Hörgeräte machen glücklich und halten Kopf und Körper in Form. Dennoch verzichten noch zu viele hörbeeinträchtigte Menschen auf Hörgeräte – und ihre Vorteile. Eine frühzeitige Hörsystemversorgung wird auch in der Demenzvorbeugung immer wichtiger.

Eine neue Studie zeigt: Hörgeräte machen glücklich und halten Kopf und Körper in Form.
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Eine neue Studie zeigt: Hörgeräte machen glücklich und halten Kopf und Körper in Form. - Foto: © Zelger Hörexperten
Wer seine Hörminderung durch Hörsysteme ausgleicht, ist glücklicher, gesünder und wohlhabender als jemand, der nichts gegen die Hörbeeinträchtigung unternimmt. Das weist die neue Studie „Hearing Loss – Numbers and Costs“ nach. Hörgeräteträger erleben eine engere und verbesserte Beziehung zu ihrem Partner, Familie und Freunden. Dazu kommt ein gesteigertes Selbstvertrauen, stärkere Unabhängigkeit und erhöhte Sicherheit im Alltag.

Im Vergleich zu Unversorgten sind Hörgeräteträger konzentrierter und reduzieren ihr Risiko, an Depression oder Demenz zu erkranken. Die Studie bestätigt somit frühere Forschungsergebnisse, die den Zusammenhang zwischen unbehandelter Schwerhörigkeit und dem Abbau der geistigen Leistungen nachweisen.

Hörverlust unter den Demenz-Risikofaktoren
Experten zufolge wären über ein Drittel aller weltweiten Demenzerkrankungen durch eine Änderung von neun Lebensstilfaktoren vermeidbar. Demnach ist mehr Bildung die Aufgabe in der Demenzprävention für Kinder bis zu einem Alter von 15 Jahren. Menschen im mittleren Lebensalter sollten vor allem Bluthochdruck, Fettleibigkeit und Gehörverlust vermeiden.


Im höheren Alter kann man durch Maßnahmen gegen Depression, Typ-2-Diabetes, Bewegungsmangel, Rauchen und sozialer Isolation zugleich den Abbau von geistigen und sozialen Fähigkeiten vorbeugen. Aus diesen Erkenntnissen wird deutlich, wie wichtig eine rechtzeitige Versorgung mit Hörsystemen ist. Denn diese tragen nicht nur zum Erhalt der geistigen Leistung bei, sondern ermöglichen den von Hörverlust betroffenen die Teilnahme am sozialen Leben.

Roland Zelger beantwortet Fragen zum Thema Schwerhörigkeit.



Welcher Zusammenhang besteht zwischen Schwerhörigkeit und Demenz?


Roland Zelger: Hörverlust ist neben anderen Faktoren eine wesentliche Ursache für eine Verringerung der geistigen Leistungsfähigkeit, die zur Demenz führen kann. Die große Mehrheit der Wissenschaftler ist sich einig, dass dies auf den Mangel an sozialer Interaktion zurückzuführen ist, den ältere Menschen aufgrund ihres Hörverlustes erleiden. Schon bei einer geringen Hörschwäche ist das Risiko einer Demenzentwicklung doppelt so hoch wie ohne Hörminderung. Liegt ein starker Hörverlust vor, verfünffacht sich das Risiko sogar.

Wie lässt sich Hörverlust vorbeugen?

Roland Zelger: Lärm ist einer der häufigsten Gründe für Schwerhörigkeit. Wer das Gehör vor Lärmeinwirkung schützt, kann einer Lärmschwerhörigkeit vorbeugen. Dazu gehört das Tragen eines Gehörschutzes an lärmintensiven Arbeitsplätzen und bei „lauten“ Freizeittätigkeiten ebenso wie das Verringern der Lautstärke elektronischer Geräte. Zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Gehör gehört aber auch der regelmäßige Hörtest.

Wann und wie oft sollte man einen Hörtest machen?

Roland Zelger: Der Hörtest sollte idealerweise im Jahresrhythmus durchgeführt werden, auch wenn vorher keine Hörminderung festgestellt wurde. Liegt hingegen ein Hörverlust vor, der mit Hörgeräten kompensiert werden kann, sollte die betroffene Person die Versorgung auf keinen Fall hinausschieben. Denn je früher eine Versorgung mit Hörsystemen erfolgt, desto besser ist der Hörerfolg. Auch schaffen die Voraussetzungen dafür, die sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten und fördern dadurch den Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit.

Info: Tel. 800 835 825 oder www.zelger.it

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